Niny Rapiso – eine Schamanin lernt Jesus kennen

Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden. So grüßten sich die ersten Christen in der Apostelgeschichte an Ostern. Und so tun sie das bis heute noch. Dies kann auch Niny Rapiso bezeugen. Sie lebt in einer Region in Madagaskar, wo die Ärmsten der Armen wohnen. Sie ist eine der vielen, deren Stimme in der Welt nicht gehört wird. Aber bei Gott hat ihre Stimme jetzt eine große Bedeutung.

Die Geschichte von NINY RAPISO

Sie war eine sehr bekannte Schamanin in Ambohitsara. Man nennt das in ganz Afrika auch „Zauberdoktor“. Sie war fest im Ahnenkult verhaftet und ein „Medium“. Sie heilte viele Menschen durch die Dämonen, die in ihr lebten, von den verschiedensten Krankheiten. Ganz besonders erfolgreich war sie bei Krankheiten, die mit Husten und Atemnot verbunden sind. Sie war auch bekannt dafür, dass sie alle Christen gehasst hat.

Ihr müsst Euch das so vorstellen: Wenn die Leute in Madagaskar krank sind, gehen sie meistens (falls sie keine Christen sind) zuerst zum Schamanen oder Zauberdoktor. Dieser hat eine Hütte voller Zaubersachen. Ziemlich unheimlich. Der Kranke kommt und der Schamane „ruft“ die „Ahnen und vollzieht Rituale. Plötzlich verändert sich die Stimme des Schamanen und jemand anders spricht aus ihm. Dieser „andere“ (der weise Ahne, glauben die im Ahnenkult beheimateten Menschen) fragt dann nach den Krankheitssymptomen und gibt entsprechende Anweisungen. Die sind meist nicht sehr zielführend, aber bringt Bindungen mit sich… Nach der Sitzung „bezahlt“ der Kranke – entweder mit Geld oder Alkohol oder mit sonst etwas….Viele Menschen sterben, weil sie bei Krankheiten zuerst zu den Schamanen gehen. Oft kommen sie erst zu unserem Krankenhaus, wenn es dem Kranken schon sehr schlecht geht und dann ist es – besonders bei Kindern und alten Menschen mit Malaria – schon meist zu spät.

1 Doppelklick auf dem Bild vergrößert es.

Diese Schamanin wurde letztes Jahr sehr krank. Sie hatte genau diese Symptome, bei denen sie so erfolgreich war: Husten und Atemnot. Aber ihre Geister konnten ihr nicht helfen. Sie hat 4 Söhne, einer davon ist sogar Christ. Der holte sie für 3 Monate zu sich, in sein Dorf, vermutlich weil es ihr so schlecht ging. Im November kam sie zurück nach Ambohitsara. Ein Team unserer Evangelisten besuchte sie und hat ihr von Jesus erzählt.  Sie erfuhr so von der Erlösungsmacht Jesu Christi, war überwältigt davon und übergab ihr Leben Jesus Christus. Sie sagte: „Meine Geister konnten mich nicht heilen, sie waren machtlos. Ich werde mein Leben Jesus übergeben, dem wahren Heiler“.

 

Seitdem war sie geheilt und eine begeisterte Jesus-Nachfolgerin. Sie hat ihre Zaubersachen im Dorf öffentlich verbrennen lassen. Viele Leute hatten sie vorher angesprochen und gesagt:“ Niny Rapiso, du kannst doch die Sachen behalten und trotzdem zur Kirche gehen!“ Weil diese Sachen sehr sehr wertvoll und teuer waren. Aber das wollte sie nicht. Sie war überzeugt, dass sie die „Sachen des Teufels“ nicht behalten sollte. Und so wurden diese Sachen öffentlich durch die Mpiandry verbrannt. Niny Rapiso  war dann quasi ohne Arbeit und Einkommen. Aber das hat ihr nichts ausgemacht. Sie hat es trotzdem getan.

Später hat sie dann sehr intensiv am Leben der Gemeinde teilgenommen. Sie war eine feurige Christin, ging zu den Gottesdiensten und zu den mehrmals wöchentlich stattfindenden Gebetsgruppen. Auch am Montag und Dienstagabend, vor Neujahr, fanden diese Gebetsabende statt und sie war, wie immer, dort. Sie sagte dann: „Oh, kommt doch für den Gebetsabend am Donnerstag in mein Haus. Und wir beten bei mir“. Aber Jesus hatte andere Pläne. An diesem Tag hat er sie zu sich geholt – sie ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gestorben. 3 ihrer Söhne – außer dem Jüngsten – sind auch Christen geworden und waren Gott und auch dem Evangelisten Benjamin so dankbar.  Alle im Missionszentrum freuen sich sehr, dass sie jetzt Jesus von Angesicht zu Angesicht sieht und ihre Ewigkeit mit ihm verbringt.

Delice, ihr jüngster Sohn, der Jesus noch nicht kennt, hat das Missionszentrum  eingeladen, auch in seinem Haus Lopbreis und Anbetung zu machen. Bitte betet dafür, dass er auch die Herrlichkeit Gottes erfährt.

Vielen Dank an Euch alle, vielen Dank für jede Spende, für Eure Gebete, für Euren Einsatz für die Menschen im Bongolava Gebirge. Wir verdanken es Euch, dass die Stimme dieser Menschen gehört wird. Und irgendwann, wenn wir zusammen vor dem Thron Gottes stehen, werden wir auch Niny Rapiso dort sehen….

Die Menschen des Bongolava Gebirges sagen:

 

 

Misaotra betsaka, vielen Dank….

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Gemeindearbeit, Krankenhaus veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*