Neue Gemeindegründung steht an

Neues über die Gemeinde von Jean-Nest

Ich habe Euch ja in einem meiner letzten Blogs über den Heimgang unseres Bruders und Gemeindeleiters von Ambatomainty, Jean Nest, erzählt. Und dass seine Frau es jetzt sehr schwer hat. Ich hatte damals geschrieben:  “ Die Tochter hält nach wie vor an Jesus fest: Sie hatte 2 mal nachts einen Traum in dem sie eine Stimme gehört hat, die sagte: „du sollst Jesus folgen! Folge nicht deiner Mutter!“  Seitdem versucht sie auch auf ihre Mutter und ihren Bruder Einfluss zu nehmen…. Die Familie hat es nicht leicht!“

Wir haben jetzt auch Näheres diesbezüglich. gehört. Die Situation ist folgende: Diese Gemeinde hat das Missionszentrum in Laufe der letzten Jahre auf dem Bongolava-Gebirge gegründet. In der Regel machen wir in den Dörfern, die interessiert sind, eine Evangelisation und anschließend eine Jüngerschaftsschulung. Wenn die Leute dann soweit sind, eine eigene Gemeinde zu haben, dann übergeben wir sie in der Regel z.B. an die Lutheraner, die für diese Gegend zuständig sind. Wir gründen zwar schon Gemeinden, wollen selber aber keine Kirche betreiben, weil wir u.a. keine Kapazität für deren langfristige Betreuung haben.

Wir haben dies auch so im Fall der Gemeinde Ambatiomainty getan. Momentan ist die lutherische Gemeinde in Port-Berger (sie sind für diese Region zuständig) so mit sich selber beschäftigt (Spaltungen usw.) , dass sie sich nicht mit den Regionen fern von der Bundesstraße beschäftigen können oder wollen. Die Gemeinde Ambatomainty war nach dem Tod von Jean-Nest quasi auch „tot“ – ohne Leitung. Des Weiteren setzt die  Sippe von Jean Nest seine Witwe extrem unter Druck. Jean Nest hatte ja Blasenkrebs. Und in Madagaskar wird das sehr oft mit Ehebruch erklärt. Und da Jean Nest  „brennend für Jesus“ war, konnte er ja, aus der Sicht seiner Sippe, nicht der „Schuldige“ sein. Sondern nur seine Frau….

Es gab dann noch 10 Personen in Ambatomainty, die die Gemeinde weiterführen wollten. Die sind dann immer Sonntags 2 Stunden zu Fuß zum nächsten Dorf in eine bestehende Gemeinde gegangen. Was ja auch nicht unbedingt eine Dauer-Lösung ist. Wir als Missionszentrum dürfen uns nach der Übergabe an die lutherische Kirche auch nicht mehr einmischen.

Aber Gott hat uns geholfen, er hat uns eine Idee gegeben: unweit von Ambatomainty gibt es ein Dorf, es heißt Antanamalaza und  es ist an einer Evangelisation interessiert. Es ist wirklich ein Wunder in unseren Augen – normalerweise passiert so etwas nicht „einfach so“…. Das ist zudem noch ein  ziemlich großes Dorf mit vielen Menschen – 3 bis 4 mal so groß wie Ambohitsara.

Unser Team ist dann am 19. Juni dorthin gefahren. Es gibt keine Piste, wo der SADKO hätte fahren können, deshalb mussten wir per Ochsenkarre fahren. 10 Christen aus den umliegenden Dörfern haben uns unterstützt – 3 davon waren die Kinder von Jean-Nest! Auf dem Weg dahin ist sogar eine unserer Ochsenkarren mehrfach umgekippt, so schwierig ist das Gelände dort. Gott hat uns aber beschützt, es ist kein nennenswerter Schaden entstanden.

Unsere Leute wurden dann sehr freundlich bei der „Tür-zu-Tür Evangelisation“ empfangen. Wir wurden bei keiner einzigen Hütte abgewiesen, keiner hat die Tür vor unserer Nase zugeschlagen, wie wir das anderswo schon erlebt haben. Halleluja – ein großer Sieg!

Am Abend haben wir dann einen Jesus Film und evangelistische Musik abgespielt. Die Leute mochten das sehr. Es ist immer so berührend, wenn man diese Leute sieht, wie sie diese Filme in sich aufsaugen – viele haben zum ersten Mal dadurch von Jesus gehört. Wir haben einen großen Hunger und Durst nach dem Evangelium dort wahrnehmen können.

Am Sonntag fand dann noch ein Gottesdienst statt, an dem 30 Menschen aus dem Dorf teilnahmen.

Hier noch einige Impressionen von der Evangelisation.

Jetzt startet dann die Jüngerschaftsschulung – betet mit uns für Kraft – man muss immer mit der Ochsenkarre dorthin fahren. Unsere Evangelisten sind wirklich Helden. Wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen. Und das schon seit sehr vielen Jahren. Sie schonen sich nicht und geben alles für Jesus. Lasst uns sie anfeuern durch unsere Gebete: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns herum haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt….“ Hebräer 12, Vers 1

Jesus ist Sieger – Halleluja. Bitte betet für unsere neuen Geschwister in Antanamalaza. Sie sind jetzt in Christus „eine neue Schöpfung“ – für Wachstum im Glauben, dass sie von nun an ein Leben führen, das erfüllt ist mit dem Heiligen Geist. Da manche jetzt von ihren Familien „verstoßen“ werden, betet, dass sie eine neue Familie in der Gemeinde finden….

Vielen Dank an alle Spender und Beter, die das möglich gemacht haben. Ihr werdet diese Leute einmal vor dem Thron Gottes antreffen und wir werden gemeinsam feiern, Jesus anbeten, für immer und ewig….

Die Menschen auf dem Bongolava-Gebirge sagen:

Misaotra betsaka – vielen Dank…

Vielen Dank für alle Gaben!

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