Erweckungswoche im Bongolava-Gebirge

Ich bin immer wieder erstaunt, was Gott so tut. Seine Werke sind groß und unbegreiflich….

 

Wir wollten schon lange eine sog. „Erweckungswoche“ im Missionszentrum durchführen. Das ist eine Art Konferenz mit verschiedenen Pastoren und Sprechern, die über verschiedene Themen reden werden. Es dient zur Stärkung des Glaubens, dass vor allem unsere gläubigen Mitarbeiter (ca. 92 inzwischen) neue Kraft bekommen, dass ihre Vision erneuert wird, dass sie andere Christen treffen und sich austauschen können…. Wir haben schon seit längerer Zeit bemerkt, dass sie ziemlich ausgepowert sind. Das letzte Mal fand so eine „Zeit der Ausrüstung“ 2019 für unsere Leiter statt. Man kann nicht immer nur geben und geben… Man muss auch mal nehmen. Auch das müssen unsere Mitarbeiter vor Ort noch lernen. Sie neigen dazu, immer nur arbeiten zu wollen und solche „Rüstzeiten“ als Zeitverschwendung zu sehen.

Wir beten, dass der Heilige Geist sich während der Erweckungswoche dort in Ambohitsara bewegt. Das zweite Ziel ist, so viele unbekehrte Mitarbeiter wie möglich mit Jesus bekannt zu machen.

Rüstzeit 2019

Das war unsere eigentliche Intension – eine Art kleine Rüstzeit für unsere Mitarbeiter plus Evangelisation für unsere Leute. Nach vielen Gebeten und vielen Widerständen haben wir einen Termin und eine Location dafür festgesetzt: 16.5. bis 22.5.2022 in Ambohitsara. Aber Gott wollte etwas ganz anderes….  Aber der Reihe nach….

Im Vorfeld haben wir Mitte März eine 3-tägige Evangelisationsveranstaltung durchgeführt. Das haben unsere Evangelisten mit dem Projektleiter Pastor Clement gemacht. Die Zielgruppe war der Teil unserer Mitarbeiter, die Jesus noch nicht persönlich kennen. Und natürlich die Schüler. Da wir oft neue Mitarbeiter und jedes Jahr neue Schüler bekommen, gibt es immer welche, die Jesus noch nicht kennen. Das ist auch so gewollt, damit auch sie eine Chance bekommen… Das betrifft ca. 2/3 unserer Mitarbeiter. Aber unsere Leiter haben alle, ausnahmslos, eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus. 40 Personen darunter 3 Schüler haben sich entschieden Jesus nachzufolgen. Außerdem haben ca. 35 Mitarbeiter  ihre Entscheidung für Jesus erneuert. Aus jedem Projekt haben s Menschen Buße getan und ihr Leben Jesus anvertraut. Aber die meisten kamen aus dem Bereich Schule. Halleluja! Gott hat hier unsere Gebete erhört bevor die Erweckungswoche an sich begonnen hat!

 

Bitte betet weiter für sie…Hier seht Ihr einige Bilder von ihnen:

Danach war es für uns wichtig, diese 40 Menschen, die  „Kinder im Glauben“ sind, im Wort und im Willen Gottes zu verankern! So dass sie mit Begeisterung lernen, mit Jesus zu leben und ihm allein zu dienen.

Auch hier haben wir eine gewaltige Gebetserhörung bekommen: Der fröhliche Mann auf dem Bild ist Pastor Tovo aus Majunga. Er ist der Leiter der Baptisten-Bibelschule dort und hat im Missionszentrum zusammen mit unserem Team (Pastor Clement, Justine, Dr. Roseline und Viviane) gedient. Ca. 1 Woche  hat er eine sog. „Jüngerschaftsschulung“ abgehalten und über die Macht des Wortes Gottes sowie über die Macht des Gebetes gelehrt. Und wie man den „alten Menschen ablegt und den neuen Menschen anzieht“. Es ist für mich ein Wunder, genau jetzt diese Themen dort zu haben, nachdem sich 40 Leute bekehrt haben  – wir sind Gott darüber sehr dankbar.

Das Wort Gottes und das Gebet sind  mächtige Waffen für unseren Alltag, um in Jesus Christus fest verankert zu bleiben und in seiner Gemeinschaft in allen Stücken zu ihm hin zu wachsen. Pastor Tovo hat damit eine robuste Grundlage für die neuen Geschwister gelegt.

Für die Mitarbeiter, die schon lange Christen sind, hat Pastor Tovo auch Lehreinheiten gehalten:   Z.B.  was ist der „Unterschied zwischen Predigt und Lehre“ … und solche Themen

Bitte betet mit, dass diese Leute dem Heiligen Geist in ihrem Leben so viel Raum geben, wie er es will und dass sie den Willen und  auch die Fähigkeit dazu von ihm bekommen. Dass sie einen „Hunger nach mehr von Jesus“ und nach dem Wort Gottes entwickeln. Deswegen haben wir jedem von ihnen eine Bibel mit Liederbuch geschenkt, quasi als Starter-kit für ihren neuen Lebensabschnitt.

Auch Pastorin Saholy war in Ambohitsara und hat diese neugeboren Christen unterrichtet: z.B. über:

  • Heilsgewissheit
  • Gemeinschaft haben mit Jesus Christus
  • Dienen als Kind Gottes

Natürlich war die Sache im Vorfeld schon umkämpft. Es war noch Regenzeit und die Pistenverhältnisse waren dramatisch. Bei der Anreise unseres Teams waren ca. 160 km vor Port-Berger alle Autos von Majunga und Tana kommend, wegen der schlechten Straßenverhältnisse stundenlang blockiert.

Genauso auf der Rückreise.  Pastor Tovo und Justine mussten zurück nach Majunga ( ca. 400km entfernt von p/b an der Westküste), Clement wollte nach Hause, ca. 200km nördlich von p/b und Viviane & Roseline sollten nach Tana fahren (ca. 600km von dort nach Süden). Es gibt da einen Fluss, 30 Minuten von Port-Berger entfernt. Der trennt die „Zivilisation vom Busch“. Ab diesem Fluss stand quasi alles unter Wasser. Auf den Bildern unten sieht man Menschen, die versuchen den Fluss zu Fuß oder per Ochsenkarre zu überqueren. Was für eine Gnade, dass wir den SADKO haben…. Und sogar der muss manchmal stundenlang warten.

Ein zusätzlicher Aspekt der Erweckungswoche:

Die Behörden und Amtsträger der Kommune  drängten schon seit langer Zeit auf eine Jubiläumsfeier. Für sie ist das eine Gelegenheit, den anderen Kommunen zu zeigen, was für ein tolles Projekt sie in ihrer Kommune haben. Sie sind nämlich sehr stolz darauf. Für uns ist es aber eine einmalige Gelegenheit, ihnen das MZPB aus erster Hand zu präsentieren und eine wunderbare Möglichkeit, ihnen von Jesus Christus zu erzählen. Halleluja!  Wir werden also in der Erweckungswoche am Sa. 21.05. auch das Jubiläum des MZPB  mit der Bevölkerung und den Behörden der Kommune und des Landkreises feiern.

Es soll ein Tag  des Zeugnisses und der Verkündigung der Größe Gottes werden. 25 offizielle Persönlichkeiten aus Politik und sonstige große Amtsträger (Z.B. aus Justiz, Polizei, Gendarmerie usw.) aus Port-Berger haben zugesagt. Wir wollen Ihnen als Gastgeschenk jeweils eine Bibel schenken.

Das Wort Gottes ist die Wahrheit. Und Jesus sagt: „die Wahrheit wird euch frei machen“. Und hier ist das auch wirklich buchstäblich der Fall: die meisten Menschen hier leben  in der Sklaverei des Ahnenkultes. Früher war Ambohitsara massiv von dämonischen Geistern geplagt, bevor das MZPB nach Ambohitsara kam! Wir haben für Ambohitsara gebetet und seitdem wir dort sind, hat das aufgehört!

Die Leute vom Dorf haben natürlich ihre Götzendienste  weiterhin betrieben. Deswegen soll die Erweckungswoche für die Leute vom Dorf ein wichtiger Meilenstein in ihrem Leben und im Leben aller Menschen des Bongolava Plateaus werden. Warum? Für diese Leute soll es eine Gelegenheit sein, ihr Leben Jesus Christus zu öffnen. Sie sollen am Beispiel der Christen  die Erlösung und Befreiung durch Jesus erkennen und ergreifen, um endlich von der Sklaverei der dämonischen Geister frei zu werden. Jesus liebt sie…. Sie sind verloren. Sie sollen „wiedergefunden“ werden.

Und kurz vor der Erweckungswoche ist noch ein Wunder geschehen: Die Bevölkerung in Ambohitsara und Umgebung hat davon gehört und sich gemeldet, dass sie an der Erweckungswoche teilnehmen werden – warum auch immer! Obwohl sie nicht dazu eingeladen worden sind… wir freuen uns natürlich sehr darüber! Wir können sie sowieso nicht daran hindern! Aber gleichzeitig ist es auch ein großes Wunder: die Bevölkerung will unbedingt auf diese Weise, bewusst oder unbewusst, an der geplanten  Evangelisation teilnehmen! Bis zu 1000 Personen pro Tag könnten in Ambohitsara vor Ort sein! Und für das Jubiläum am 21.5. erwarten wir bis zu 5000 Leute.

Das stellt uns natürlich auch vor große Herausforderungen: woher das Essen für so viele Leute nehmen? Alle Nahrungsmittel, die wir nicht in Ambohitsara produzieren, müssen wir irgendwoher und rechtzeitig heranschaffen. Sanitäre Anlagen und Duschen müssen gebaut werden. Wir brauchen jede Menge Brennholz…..

Und auch hier haben wir sehr viele Gebetserhörungen bekommen.

  • Alle unsere Teams waren zum Einkauf von Nahrungsmitteln und anderen Dingen überall unterwegs: in den umliegenden Märkten, in Port-Berger, in Tana usw. Es ist niemandem etwas passiert. Kein Unfall. Kein Überfall: denn die  Dahalos (Banditen) –  wussten ja auch, warum wir unterwegs sind und dass wir  sicherlich Geld dabei haben. Die Teams haben die wunderbare Gegenwart Gottes und seine Treue jeden Augenblick erfahren.
  •  Viele Gebäude der Schule und des Krankenhauses mussten noch gewartet werden – da ein Rundgang mit den Behörden geplant ist. Die Teams vom Ackerbau und der Alphabetisierung unterstützten tatkräftig das Bau-Team, jeder packte mit an, keiner war sich „zu schade dafür“, es herrschte wirklich Einheit unter den Mitarbeitern.
  • Dieses Ehepaar im Bild unten ist so sehr angetan und überwältigt von der Güte Gottes, die sie im MZPB erfahren haben, dass sie zur  Erweckungswoche nach Ambohitsara kommen wollen und einen Ochsen (Gegenwert von ca. 3-4 Monatsgehälter vor Ort) zur Verpflegung der Bevölkerung spenden wollen. Das ist ein sehr großes Opfer für sie und sie glauben noch nicht an Jesus. Wir beten, dass diese Leute Zugang zur Gnade Gottes in Jesus Christus finden und Jesus Christus persönlich kennen lernen. Das wäre das Beste, was ihnen passieren könnte. Die beiden sagten: „Wir sind sehr sehr froh, dass das MZPB da ist.  Seitdem ihr da seid, erfahren wir Hilfe und Rettung, wenn wir krank sind.  Aus Dankbarkeit wollen wir, wenn ihr in Ambohitsara feiert, ein Rind aus unserem Herd mit nach Ambohitsara bringen! Wir selber werden die entsprechende Überführung durchführen.“
  • wir sind Gott sehr dankbar darüber, dass sich die Bevölkerung in Ambohitsara zur Zeit stark mit dem MZPB identifiziert. Sie unterstützen uns massiv im Bereich Logistik: eine große Menge von Brennholz wurde geliefert, Grundstücke für den Bau von Toiletten und Duschen wurden von ihnen zur Verfügung gestellt – vielleicht werden ja daraus (nach dem Event) hygienische Dauereinrichtungen für das Dorf…
  •  es wird jeden Tag von ca. 08:00 bis ca. 22:00 und von Montag 16. bis Sonntag 22.05. Lehreinheiten und  Evangelisationsveranstaltungen geben. Etwa 15 unterschiedliche Sprecher von außerhalb wurden eingeladen und haben zugesagt. Wir als Missionszentrum gründen bis jetzt keine Kirche. Wir übergeben die neu zum Glauben gekommenen den jeweiligen Gemeinden in den Dörfern. Und das sind alle möglichen Denominationen. Deswegen kommen unsere Sprecher und Helfer aus den verschiedensten Kirchen. Geschwister aus der lutherischen Gemeinde in p/b sowie aus der Studentenmission in Majunga werden kommen und uns bei der Essensversorgung unterstützen.
  • Die Mitarbeiter des MZPB sind die Hauptzielgruppe dieser Woche. Außerdem erwarten wir Großes vom Herrn Jesus Christus: weitere Bekehrung & geistliche Erneuerung, Zeichen & Wunder durch seinen Heiligen Geist, … um mit einer neuen Salbung, Kraft, Vision und lebendigen Hoffnung  in Ambohitsara und Umgebung zu dienen. Du kannst ahnen, dass dies dem Feind Gottes überhaupt nicht gefällt! Wir sind aber Sieger in Christus und beten, dass Gottes Herrlichkeit in dieser Woche wie die Sonne leuchtet…

Vielen Dank für Eure Gebete, Eure Hilfe, Anteilnahme und Eure Spenden. Ihr ermöglicht all das erst… Bitte betet weiter für ein starkes Wirken des Heiligen Geistes in den Zeugnissen und Verkündigungen in dieser Woche. So eine Möglichkeit hat es vorher noch nie gegeben, Jesus zu verherrlichen….

 

Die Menschen von Ambohitsara und Umgebung sagen:

Misaotra betsaka, vielen Dank

Fortsetzung folgt….

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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