Update Missionseinsatz 2026
Die Young Lions sind zurück
Inzwischen ist es Oktober geworden, die acht jungen Leute sind wieder zurück in Deutschland, und wir haben mit Freude festgestellt, dass sich jeder von ihnen positiv verändert hat. Wir sind alle sehr stolz auf unsere „Young Lions“!
- Abfahrt aus Tana
Was haben wir in dieser Zeit gemacht? Während des Kurzzeiteinsatzes mit der großen Gruppe haben wir regelmäßig ein evangelistisches Kinderprogramm für die Kinder in Ambohitsara durchgeführt. Jedes Mal gab es ein großes Hallo!

Außerdem haben sich die jungen Leute jeden Morgen an den Aufräumarbeiten auf dem Gelände beteiligt, Bäume gepflanzt und vieles mehr. Zweimal pro Woche gingen sie mit den Evangelisten in die Dörfer. Dort evangelisierten sie und halfen beim Alphabetisierungsprogramm. An zwei Wochenenden war die ganze Truppe in zwei Dörfern unterwegs, Antanantsara und Anjiakely. Dort gab es jeweils ein evangelistisches Programm mit Gottesdienst.
- Evangelisation in den Dörfern
An den meisten Abenden hatten wir gemeinsame Worship-Abende mit den Mitarbeitern, die abwechselnd von ihnen und von uns gestaltet wurden, was wirklich ein Riesen-Segen für sie war. Dabei haben wir auch für sie gebetet und prophetische Worte weitergegeben. Auch eine Feier am Lagerfeuer war eines der Highlights für die Mitarbeiter.
- Lagerfeuer im Camp
Eine lebensverändernde Erfahrung
Es war wirklich eine lebensverändernde Erfahrung für alle. Wie gesagt: Keiner ging so zurück, wie er gekommen war! Allerdings war der Einsatz zeitweise auch sehr herausfordernd, denn die Reisen waren anstrengend. Auf dem Hinweg hatten wir im Busch-Taxi nur wenig Platz, und die Fahrt dauerte fast doppelt so lange wie üblich (22 Stunden). Der Fahrer war müde, fuhr langsam, und ein Ersatzfahrer war nicht da. Da unser SADKO zu dieser Zeit kaputt war, mussten wir mit einem Lastwagen von Port-Berger nach Ambohitsara reisen. Dementsprechend waren hinterher viele krank.
Auch die Fahrten in die Dörfer mussten wir mit Motorrädern zurücklegen. Dabei kam es oft zu Verzögerungen: Wir waren viele Leute, die transportiert werden mussten, manchmal gingen Motorräder kaputt, und alles verzögerte sich so sehr, dass wir schließlich in die Nacht hineinfuhren. Das war nicht gerade lustig, denn überall gab es tiefe Fahr-Rinnen!
Bei der Rückfahrt von Antanantsara geriet ein Zweig eines Mokonazy-Baumes in den Weg und schnellte zurück. Dabei traf er mein Knie. Durch die Hose hindurch hatte ich anschließend einen großen Mokonazy-Dorn im Knie, den die Leute im Krankenhaus am nächsten Tag herausschneiden mussten. Da der Dorn ziemlich staubig gewesen war, bedeutete das für mich eine Woche im Bett mit Fieber und Antibiotika.
- Motorräder fahren in die Dörfer
Der Preis hat sich gelohnt
Aber das war der Preis, den wir dafür bezahlt haben, dass sich Menschen auf dem Bongolava-Gebirge bekehrten – und wir haben es gerne getan!
Ein großes Wunder in Ambohitsara
Eines Abends hat Gott ein großes Wunder in Ambohitsara getan. Es gab starken Wind und ein riesiges Buschfeuer, das bereits ganz nahe am neuen Krankenhaus war. Die Bevölkerung wollte nicht aufstehen, weil sie sich auf die Brandschneise verließ. Aber diese kleine Brandschneise hätte die Funken, die durch den heftigen Wind vorangetrieben wurden, niemals aufhalten können. Und der Wind trieb sie genau in unsere Richtung! Das Feuer hätte den Teil des Dorfes in der Nähe des neuen Krankenhauses komplett zerstören können. Und dort leben viele Menschen.
Benjamin ging mit zwei jungen Männern dorthin, um sich die Lage anzusehen. Gegen 23 Uhr weckte er das ganze Team, und wir begannen, Lobpreislieder zu singen und zu beten. Dann geboten wir dem Sturm im Namen Jesu, sich zu legen und die Richtung zu wechseln. Wir proklamierten das Wunder mit dem Feuerofen und das Wunder am Roten Meer.
Und dann geschah es: Fast sofort wurde der Wind schwächer und drehte sich in Richtung der Feuerwalze. Dadurch löschte sich das Feuer selbst aus – wie bei einem Gegenfeuer. Nach nur 15 Minuten war alles vorbei. Das Feuer war aus!
- der Brand
- nach 15 Minuten Gebet
Das hat Jesus getan! Alle Ehre gebührt ihm allein!
Wer hat das Feuer gelegt?
Woher der Brand kam, wissen wir nicht. Es könnte sich um Brandrodung bzw. Brandstiftung gehandelt haben.
Wer noch mehr über den Missionseinsatz der „Young Lions“ erfahren möchte, kann sich ihren Reiseblog anschauen:
https://madagaskar-missionsreise.netlify.app
Missionseinsatz – Teil 2
Abschied von der großen Gruppe und eine kleine Auszeit
Nachdem wir die große Gruppe am Flughafen in Tana verabschiedet hatten, fuhren wir nach einigen Tagen zurück. Wir legten noch einen kurzen Stopp in Majunga ein und verbrachten eine Woche in „Edena-kely“, einem Strand, an dem die Einheimischen normalerweise ihren Urlaub verbringen. Allerdings können sich das nur die etwas Wohlhabenderen leisten. Da die Ferien schon vorbei waren, hatten wir fast die ganze Anlage für uns allein. Das wurde privat finanziert und es war toll!
- nach einer Nacht im Auto – endlich Frühstück
Wieder einmal in Port-Berger festgesessen
Als wir in Port-Berger ankamen, war der SADKO leider noch immer nicht repariert. Viviane und die anderen waren inzwischen ebenfalls aus Tana eingetroffen, wo sie noch Einkäufe erledigt hatten. Deshalb waren wir eine weitere Woche dort blockiert.
- Benjamin hat seinen Geburtstag in Port-Berger mit seiner Mutter und uns gefeiert
- Mango-Saison
Aber wir machten eben das Beste daraus, auch wenn einigen die „Untätigkeit“ ziemlich schwerfiel. Wir erzählten uns oft gegenseitig unsere Zeugnisse: wie wir zum Glauben gekommen waren, wie Anatole und Viviane als Vollzeitmitarbeiter ins Missionszentrum gekommen waren und vieles mehr. Das hätten wir sonst wahrscheinlich gar nie erfahren.
Nach einer Woche war der SADKO endlich fertig, und es ging zurück nach Ambohitsara. Vielen Dank für die Spendenaktion „SADKO“. Es war wirklich ergreifend, wie schnell dieser hohe Betrag zusammenkam. Damit konnte er repariert werden und wir hatten noch Geld übrig, wovon wir neue Reifen bestellen konnten. Leider hatten wir auf dem Hinweg dorthin noch zwei Reifenpannen. Trotzdem waren wir alle sehr froh, wieder in Ambohitsara zu sein, und wurden herzlich empfangen.
Unser „Sorgenkind“: der SADKO
In Ambohitsara machten wir uns an unsere Aufgaben. Benjamin, Markus und das SADKO-Team arbeiteten an dem Auto. Es ist leider ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Das liegt zum einen an den sehr schlechten Pisten. Beim Fahren ruckelt es ständig, und alles wird ordentlich durchgeschüttelt.
Der zweite Grund ist, dass die Fahrer wenig Fachwissen haben und die meisten Madagassen nicht viel von Wartung halten. Wenn sie etwas „Hightechmäßiges“ haben, freuen sie sich riesig darüber und benutzen es. Wenn es dann kaputtgeht, kehren sie einfach wieder zu dem Zustand von vorher zurück. Für uns Europäer ist das unvorstellbar!
Markus versteht ziemlich viel von Autos. Früher hat er selbst Oldtimer restauriert. Deshalb schraubte er fast dauernd am SADKO herum und zeigte den Fahrern, worauf sie achten müssen. An unserem letzten Tag hat Markus mit seinem Team noch ein Workshop durchgeführt, mit der Zielsetzung, den SADKO langfristig instand zu halten.
Fünf platte Reifen auf einer Fahrt!
Wie schon erwähnt, hatten wir ziemliche Probleme mit den Reifen. Ständig hatten sie einen Platten. Der Rekord waren fünf platte Reifen auf einer einzigen Fahrt!
- Platte Reifen im Nirgendwo
Markus musste den Fahrern erst einmal zeigen, dass man einen geflickten Schlauch ganz unter Wasser tauchen muss, um ihn gründlich zu testen. Vorher hatten sie einfach nur Wasser darüber geschüttet, in der Hoffnung, dass sich die Luftbläschen schon zeigen würden. Nach Markus‘ Wassertest stellte sich heraus, dass noch fünf kleine Löcher übersehen worden waren.
Ehrlich gesagt wissen wir nicht genau, was die Schläuche so zerstört. Wir vermuten, dass sich durch die schlechten Pisten in Verbindung mit der Hitze die Lebensdauer der Reifen auf ein Jahr, höchstens anderthalb Jahre, reduziert. Deswegen, wie schon oben erwähnt, hatten wir neue Reifen in Tana bestellt.
Ein Unfall, der böse hätte ausgehen können
Beim ersten Versuch, diese neuen Reifen abzuholen, gab es wieder zwei platte Reifen – links vorne und links hinten gleichzeitig. Sehr vereinfacht gesagt (ich verstehe nichts von so etwas): dummerweise montierten die Fahrer beide Reifen gleichzeitig ab! Das Auto rutschte im Lauf der Reparatur von der Stütze und „fiel auf die Köpfe von drei Leuten.“
Einer hatte nur eine Beule am Kopf, aber die anderen beiden waren richtig benommen. Benjamin und die anderen brachten sie in den Schatten. Es hatte mindestens 37 Grad!
Benjamin hielt dann ein vorbeifahrendes Motorrad an. Der Fahrer war so nett, Ruffin, den zweiten Fahrer, zum Krankenhaus nach Ambohitsara zu bringen. Der andere Mitarbeiter, Antonio, wurde auf einem der Motorräder des Missionszentrums ins Krankenhaus gebracht. Wir hatten leider keine Wahl: entweder wir hätten die Mitarbeiter dort gelassen, bis ein Auto vorbeikommt – was ziemlich unwahrscheinlich ist. Oder wir schaffen sie einfach so schnell wie möglich weg – sobald sie sich einigermaßen erholt hatten. Wir haben die zweite Option gewählt.
Gott sei Dank ist ihnen nichts Schlimmeres passiert! Sie blieben, nach eingehender Untersuchung, im jetzigen modernen Krankenhaus einige Tage zur Beobachtung. Inzwischen sind sie schon wieder zu Hause.
Später ist Benjamin erneut mit dem Team (ohne Antonio und Ruffin) wegen den neuen Reifen nach Port-Berger gefahren. Diesmal kamen sie ohne Zwischenfall dort an. Doch als die neuen Reifen montiert werden sollten, stellte sich heraus, dass sie nicht passten! Die Leute von GAZKAR hatten uns die falschen Reifen geschickt – beziehungsweise passten die inneren Schläuche nicht zu den äußeren Reifen.
Zwei der Reifen waren Originalreifen von Gazkar, zwei waren Nachbauten. Anscheinend schicken sie einfach das, was sie gerade auf Lager haben. Manchmal sind die angeblich „neuen Reifen oder Schläuche“ schon zwei bis vier Jahre alt. Ehrlich gesagt weiß ich manchmal nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Ich bin einfach nur sprachlos!
Der Teufel scheint irgendwie mit allen Mitteln unseren Bewegungsradius einschränken zu wollen. Bei der dritten Fahrt nach Port-Berger waren die neuen, passenden Schläuche zwar endlich da, aber beim Montieren platzte einer davon einfach. Wir mussten wieder einen anderen einbauen.
Eine eigene Autowerkstatt als Lösung?
Der SADKO ist ein sehr gutes Auto und für alle möglichen Geländearten geeignet. Dafür sind wir sehr dankbar. Der SADKO ist ein Riesen Segen für unsere Projekte und die ganze Bevölkerung auf dem Plateau. Alle profitieren davon. Erst neulich mussten wir ein kleines Mädchen nach einem Sportunfall evakuieren. Sie hatte einen komplexen Beinbruch. Nach dem wir sie stabilisiert hatten, konnten wir sie so nach Antsohihy zu den Spezialisten bringen.
Da das Auto aber auf unseren Pisten intensiv gewartet werden muss, denken wir daran, eine „eigene Autowerkstatt“ aufzubauen. Dort könnten zum Beispiel auch Schüler, die nicht studieren wollen, diesen Beruf erlernen. Learning by doing eben! So könnten wir nicht nur unser eigenes Fahrzeug besser warten, sondern gleichzeitig jungen Menschen eine berufliche Perspektive geben.
Kuchenbacken als Gebetserhörung
Dorothee und ich sind in den letzten Wochen damit beschäftigt gewesen, einigen Mitarbeitern das Kuchenbacken beizubringen. Anatole hat uns darum gebeten. Anstatt bei besonderen Anlässen teure Dienstleister mit dem Backen von Kuchen und Torten zu beauftragen, sollen die Mitarbeiter lernen, sie selbst herzustellen – zum Beispiel für Hochzeiten oder andere Feiern im Missionszentrum.
Eine der Mitarbeiterinnen, sagte, es sei für sie wirklich eine Gebetserhörung. Sie habe Jesus darum gebeten, ihr eine Schulung im Kuchenbacken zu ermöglichen. Normalerweise könne man so etwas nur in der Hauptstadt lernen, und das sei teuer.
Es lief sehr gut! Die Frauen waren Feuer und Flamme und schrieben eifrig mit. Ich habe mir in Port-Berger sogar eine Küchenwaage besorgt. Trotzdem haben die Frauen die Zutaten anschließend immer noch zusätzlich mit dem Löffel abgemessen, weil sie zu Hause keine Waage haben.
- 2 elektrische Öfen
- Hefeschnecken mit Rosinen
- Die Pizza wurde im Malagasy-Ofen gebacken – der Strom war zu schwach
Natürlich gibt es auch hier die üblichen Hindernisse: Plötzlich war der Strom weg, weil der Generator genau in dem Moment einen Aussetzer hatte, als wir den Kuchen in den Ofen schieben wollten. Und eines Morgens war auf einmal der Diesel alle. Wir mussten auf die neue Lieferung aus Port-Berger warten. Das war aber nicht schlimm, denn ich hatte gerade erst einen Hefeteig angesetzt. Der konnte in aller Ruhe weitergehen und war am Ende eben gut aufgegangen!
Gemeinschaft und Dankbarkeit
Abends machten wir manchmal Worship-Sessions oder saßen zusammen und redeten – sofern wir nicht zu müde waren. Wir waren in einem ähnlichen Camp untergebracht wie damals mit der großen Gruppe. Was für ein Luxus im Vergleich zu 2010! Wir hatten Licht in den Zimmern und sogar Licht in den beiden Zelten, in denen unsere Soldaten und Niavo, die Übersetzerin, schliefen.
Vor einigen Tagen haben wir Ambohitsara wieder verlassen und wir sind jetzt schon in Tana, um auf unseren Flug zu warten und noch einige Besorgungen zu machen.
Fröhliche Kinder und eine große Freude
Da die Schule schon wieder begonnen hatte, sahen wir die Schüler immer wieder, wenn sie an uns vorbeikamen. Es ist wirklich schön, sie zu sehen! Sie begrüßten uns, versuchten, mit uns Englisch zu sprechen, und waren immer höflich und freundlich. Keiner hatte ein Smartphone in der Hand und tippte ständig darauf herum. Es waren einfach fröhliche Kinder.
Danke, dass ihr dabei seid!
Vielen Dank an euch alle, die dieses Projekt möglich machen! Danke für eure Gebete, eure Spenden und dafür, dass ihr anderen davon erzählt. Danke für eure Liebe zu uns und für all die Opfer, die ihr bringt.
Ich erzähle den Menschen hier oft von euch, und sie sind euch wirklich sehr dankbar. Für sie ist es erstaunlich, dass Menschen, die sie überhaupt nicht kennen, in ihr Leben und ihre Zukunft investieren und für sie beten.
„Wer dem Armen hilft, ehrt seinen Schöpfer.“ – Sprüche 14,31
Die Kinder von Ambohitsara und Umgebung sagen:
Misaotra betsaka – Vielen Dank!





















































