Verheerender Brand in Ampitilimaiky

Verheerender Brand in Amptilimaiky

Als wir 2009 nach Ambohitsara kamen, gab es auf dem ganzen Hochplateau noch keine Gemeinde. Und in Ambohitsara gab es keinen Christen.

Durch die Alphabetisierungsarbeit haben die Menschen in den Dörfern Jesus Christus kennengelernt. Ihr Lesebuch, womit sie Lesen und Schreiben lernen, ist die Bibel. Dieses Konzept ist nicht von uns „Europäern“ sondern es kommt aus dem Land selber. Wenn Teams eine Alphabetisierungsarbeit beginnen, gibt es 2 Konzepte, zwischen denen sie wählen müssen. Ein Konzept arbeitet mit der Bibel und eines mit weltlicher Literatur. Wir vom Missionszentrum haben natürlich die Bibel gewählt.

(die kleinen Bilder kann man durch Doppelklick vergrößern)

So kam es, dass die Leute in den Dörfern mehr und mehr Interesse an der Bibel hatten, weil sie diese im Unterricht gelesen haben. Das Wort Gottes „wirkt“ immer. In Jesaja 55, 11-12 steht: „Denkt an den Regen und den Schnee! Sie fallen vom Himmel und bleiben nicht ohne Wirkung: Sie tränken die Erde und machen sie fruchtbar; alles sprießt und wächst…..Genauso ist mein Wort: Es bleibt nicht ohne Wirkung, sondern erreicht, was ich will, und führt das aus, was ich ihm aufgetragen habe“.

Gemeinden wurden gegründet, inzwischen sind es ca. 14. Auch in dem Dorf Amptilimaiky haben wir eine Gemeinde gegründet und auch einen Alphabetisierungsstützpunkt.

Ampitilimaiky ist ein sehr großes Dorf, es liegt ca. 20 km nördlich von Ambohitsara. Am 13.10. brach dort ein Feuer aus und hat 285 Häuser (von 505) total zerstört. Ca. 1700 Menschen wurden dadurch auf einen Schlag obdachlos.

Viele Leute schlafen zurzeit buchstäblich draußen an der Hauptstraße.

Da jetzt Erntezeit ist, hatten die Leute auch ihre Reisernte zu Hause gelagert. Die ist jetzt auch vernichtet. Sie haben jetzt kein Haus mehr und auch kein Essen….

Es gibt Hinweise, dass das Feuer von einem „Christenhasser“ absichtlich an einem Dorfrand gelegt wurde! Das Ziel war das Haus des Evangelisten Tahina. Evangelisten haben in den Dörfern die Funktion eines Pastors. Tahina ist zurzeit in Antsohihy, wo seine Frau seit Wochen stationär im Krankenhaus  liegt. Er hat deswegen ALLES verloren.  6 christliche Familien sind auch unter den Betroffenen, deren Häuser niedergebrannt sind.

Wenn Menschen sich zu Jesus Christus bekehren und mit ihm leben, dann nehmen sie natürlich nicht mehr an den okkulten Zeremonien für die Ahnen und Geister teil. Die Ahnenanbeter erwarten dann, dass die Christen von den Ahnen bestraft werden und ein Unglück nach dem anderen erleiden. Das passiert aber nicht, weil Jesus seine Leute beschützt und segnet. Durch die Christen wird der Ahnenkult samt Schamanen bloßgestellt. Das ärgert sie natürlich. Und dann „helfen sie eben nach“. Wie vermutlich in diesem Fall. Manchmal verletzen sie Rinder eines Neubekehrten oder zerstören die Ochsenkarre oder sonst etwas, was ihm gehört…Diese Christen werden, wie in Matthäus 5,11 steht „verachtet, verfolgt, verleumdet…“ Sie sind echte Helden und ertragen es gerne für ihren Herrn.

Die meisten Häuser in Ampitilimaiky waren aus Erde mit einem Grasdach. Und wenn eines brennt, dann springen die Funken auf das nächste Dach über, das sofort wie Zunder brennt. Es gibt natürlich auch Häuser mit Blechdach dort. Diese sind fast alle verschont geblieben. Nur einige wenige haben gebrannt, weil sie Diesel darin gelagert hatten (für einen Stromgenerator). Wundersamerweise hat die Schule und die Kirche den Brand überlebt. Gott hat seine Kirche beschützt, schrieb der Evangelist Benjamin.

Das Drama an der Sache war, dass die Leute in Panik geraten sind. Anstatt gemeinsam Haus für Haus zu löschen, ist jeder zu seinem eigenen Haus gerannt, nachdem das Haus des Pastors nicht mehr zu retten war. Und alleine, nur mit Eimern bewaffnet, war die Sache aussichtslos. Deswegen der riesige Schaden.

Was können wir vom Missionszentrum tun? Wir können, aus heutiger Sicht, nicht helfen, wie damals in Bejahoa, die Häuser wieder aufzubauen. Es sind zu viele und die staatlichen Stellen sollen auch nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden…Wir haben uns daher entschlossen, Reis als Nothilfe zeitnah unter die Betroffenen zu verteilen. Um 285 Familien für ein paar Wochen zu ernähren, brauchen wir ca. 4300 Euro.

Der Bürgermeister von Port-Berger, der Landrat und ein Abgeordneter der Regierung waren zwar in Amptilimaiky, aber Anatole, unser Missionsdirektor, erwartet nur symbolische Handlungen von ihnen. Sie werden ihre bürokratischen Prozeduren „durchspielen“ – was i.d.R. ziemlich lange dauert. Geld wird da vermutlich nicht fließen, um den Betroffenen wirklich zu helfen….

Wir haben auch über das Dorf Ambohitsara nachgedacht. Ca. 3  Gebäude des Missionszentrums haben noch ein Strohdach. Und viele im Dorf natürlich auch. Und Buschbrände, die bis ins Dorf kamen, gab es immer wieder einmal. Die Methoden zur Feuerbekämpfung haben zwar funktioniert, effektiv waren sie aber nicht wirklich…

Deswegen will unser Missionsdirektor Anatole ein Feuerbekämpfungs-Konzept erstellen. Z.B. soll darin enthalten sein:

  1. Ersetzen aller Gebäude des Missionszentrums, die noch Strohdächer haben, durch Blechdächer.
  2. Wir brauchen Löschwasser. In Ampitilimaiky gab es das nur begrenzt, wie i.d.R. in allen Dörfern – nur wenige Eimer….Deswegen wollen wir Wassertürme für diesen Zweck aufstellen.
  3. Anschaffung von Grasschneidern, um eine Feuerschneise am Dorfrand herzustellen.

Und vor allem braucht das ganze Hochplateau Eure Gebete. Bitte betet für die Geschwister in Ampitilimaiky, dass sie in dieser Not die rettende Hand Gottes und seine Güte ganz neu erfahren! Betet bitte auch für die Bevölkerung von Ampitilimaiky, dass sie die Liebe Gottes in Jesus Christus praktisch erleben! Durch reale Hilfe.  Wir brauchen Zeichen und Wunder dort, dass Jesus das Schicksal vieler Menschen  jetzt zum Guten in IHM wendet. Wir brauchen Weisheit vom Geist Gottes im Missionszentrum im richtigen Umgang mit dieser Situation!

Bis jetzt haben wir 3200 Euro als Spende zur Nothilfe  bekommen, weil die Leute das Broadcasting über WhatsApp von Benjamin gelesen haben. Halleluja dafür! Wer das gerne auch bekommen möchte, (ca. 1 mal pro Woche) kann sich gerne melden, um in die Verteiler-Liste aufgenommen zu werden.

Danke für Deine Gebete und für Deine finanzielle Unterstützung! Wir sehen dadurch das Eingreifen Gottes!

Die Menschen vom Hochplateau im Bongolava-Gebirge sagen:

Misaotra Betsaka – vielen Dank

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