Stürmische Zeiten – Wirbelsturm trifft Ambohitsara

Wirbelsturm „Eloise“ trifft Ambohitsara

Am Mittwoch, den 20.01.2021 gegen 12.30,  hat der Wirbelsturm „Eloise“ Ambohitsara voll erwischt. Einige Tage zuvor gab es schon schwere Regenfälle. Nichts ging mehr – sogar der SADKO steckte im Basiscamp fest!  Deswegen wurde die Schule (bis auf die Abschlussklassen) vorsorglich geschlossen. Zu dem Zeitpunkt waren also nur 4 Klassen anwesend – und die saßen gerade in der Schulkantine. Dieses ist, außer dem Labor, das sicherste Gebäude der Hope-Projekte-Madagaskar, wegen der vorgeschalteten Bäume und der Vegetation.

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Der Wirbelsturm hat unsere Gebäude voll erwischt. Die hochliegenden Zonen (College und Gymnasium) liegen völlig ungeschützt (keine Bäume) und wurden dementsprechend stark betroffen.

Die Gebäude der Realschule (College) waren am schlimmsten betroffen.  Bei G2 sind 4 Dach-Bleche „weggeflogen“. G4 hat quasi Totalschaden, 2/3 der Bleche sind weggeflogen. Der Direktor der Grundschule, Robert, hat auf die Schnelle danach noch ein Team zusammengestellt und ist „Bleche aufsammeln“ gegangen.

Im Basiscamp hat das Dach, wo das Schulbüro ist, bedenklich „gewackelt“, aber die Mitarbeiter haben die Bleche noch rechtzeitig fixieren (Sandsäcke) können. Wie sie das genau  gemacht haben, weiß ich auch nicht, aber das Dach ist noch drauf!

Danach kam bis 15 Uhr ein Starkregen. Die Mitarbeiter, die draußen waren, haben erzählt, es war, als ob sie vom Regen „geohrfeigt“ wurden. Viele Wände sind einfach teilweise weggespült worden.

Die Wände  des Wohnhauses von Pierre (der Evangelist) sind schwer beschädigt – man kann „durchschauen“. Das Schulbüro des College ist auch zerstört – die armen Mitarbeiter mussten ihre nassen Unterlagen zusammensuchen.

Insgesamt sind 12 Gebäude leicht bis schwer beschädigt worden.

Unser Missionsdirektor Anatole hat daraufhin beschlossen, die Schule bis max. 1 Woche zu schließen und die Reparaturen von allen verfügbaren Mitarbeitern ausführen zu lassen.

Jetzt kann man sagen, dass die Schäden schon notdürftig behoben sind – bis auf G4, da braucht man professionelle Hilfe.

Solche Wirbelstürme sind keine Seltenheit in Madagaskar. Sie bilden sich auf dem Meer, um anschließend eine Schneise der Verwüstung durch das Land zu ziehen.

Wir haben es nicht kommen sehen, weil der Hurrikan lt. Berechnungen einen anderen Weg nehmen sollte. Das könnte aber immer wieder vorkommen.

Deswegen haben sich die Mitarbeiter des Missionszentrums folgende Vorsorge-Maßnahmen überlegt:

Die Dächer mittels Haken und Schrauben zu fixieren. So war das auch in der Kaserne in Majunga, wo Benjamin aufgewachsen ist. Und Majunga ist ein Gebiet, wo es sehr häufig Wirbelstürme gibt.

Hecken und schnell wachsende Bäume wollen wir rund um unsere Gebäude pflanzen und diese auch pflegen. Ziegen der Dorfbewohner sind eine echte Gefahr für unsere Pflanzen.

Anatole (der Missionsdirektor) möchte 50 schnell wachsende Bäume (kleine), für 5 Euro das Stück, kaufen, einpflanzen und diese dann einzäunen, bis sie groß genug sind. Eine Frau aus dem Ackerbauteam soll damit beauftragt werden, sie zu pflegen.

Die Hütten der Dorfleute sind nicht betroffen, da sie eher in der Senke gelegen sind und es auch viele „Windbrecher“ (Bäume, Sträucher, Stauden) drumherum gibt.

Wir alle sind Gott wirklich sehr dankbar, für die Bewahrung, die er gegeben hat:

  • keiner ist verletzt oder gestorben
  • die Kinder waren alle zu Hause oder in der Kantine
  • die Schäden sind fast alle zu beheben – wir hätten auch alle Gebäude verlieren können
  • „nur“ bei 2 Gebäuden sind die Bleche weggeflogen, was wirklich schwere Verletzungen hätte verursachen können. Außerdem ist die Zerstörung eines Hauses ohne Dach gigantisch.
  • ….

Wieder einmal: „nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch Gottes Geist“ sind wir gerettet worden. Ich danke allen, die für uns gebetet haben.

Natürlich haben wir leider jetzt wieder Mehrkosten von ca. 3000 Euro.

Jede Spende ist daher herzlich willkommen.

Die Menschen von Ambohitsara und Umgebung sagen: Misaotra betsaka – vielen Dank.

Spenden sind immer willkommen – jeder Euro kommt an.

 

 

Vielen Dank für alle Gaben!

Spenden per Banküberweisung

Empfänger: HOPE e.V. Madagaskar
IBAN: DE36622515500220012366
Bank: Sparkasse Hohenlohekreis  (Deutschland)
BIC: SOLADES1KUN
Verwendungszweck: Madagaskar  (+ ggf. Teilprojekt, z.B. „SADKO“)
+ Ihre Anschrift  (für Ihre jährliche Spendenbescheinigung)
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1 Antwort zu Stürmische Zeiten – Wirbelsturm trifft Ambohitsara

  1. Anne Lierath sagt:

    Hallo Doris,
    hab Dank für deinen Bericht.

    Ja, der Herr tut Wunder- niemand wurde verletzt !
    Und : „nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch Gottes Geist“ sind wir gerettet worden.
    Wie wunderbar ,barmherzig, gnädig,voller Güte und Liebe ist unser Gott !
    Lob und Preis unserem Gott !

    Ich bin froh, dass es doch relativ glimpflich ausgegangen ist- ( natürlich sind 12 beschädigte Hütten keine Kleinigkeit, aber es wurden keine Menschen
    “ beschätigt „oder getötet.)

    Danke auch an alle Helfer. Wie gut ist es zu erleben, “ das in der Not alle mit
    anpacken. “

    Ja, auch ich bin Gott sehr dankbar: ich bekam kein Corona.
    Und ausserdem habe ich wirklich alles was ich zu einem „guten “ Leben brauche. ( Ich habe zwar nicht viel Geld, aber dass macht nichts. Es reicht und das ist genug. Für mich gehört zu einem guten Leben anderes, wichtigeres ! )
    Vor allem aber eine innige lebendige dauerhafte Beziehung zu Gott/ Jesus / Heiliger Geist, die gerade in Krisenzeiten immer enger und vertrauensvoller wurde.

    Aus dieser Gnade und Liebe heraus schicke ich euch noch eine weitere Spende – benutzt sie wofür es gerade am meisten gebraucht wird.
    Dankt nicht mir dafür- sondern Gott !

    Ich hoffe, dass es dir und deiner Familie auch gut geht.

    Liebe Grüße an euch
    Anne

    Gott segne euch und euer Tun.

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