Schulbänke

Update Schule 

Seit diesem Schuljahr läuft der Schulbetrieb wieder uneingeschränkt und ganz normal. Bei uns in Ambohitsara und in unserem Schulbezirk gibt es kein Corona mehr. Auch alle Maßnahmen wurden von den Schulbehörden aufgehoben.

Letztes Schuljahr dagegen mussten alle Schüler, außer denen der 3 Abschlussklassen, wegen Corona das Schuljahr wiederholen. Außer o.g. Klassen war es keinem Schüler oder Lehrer vom Staat her erlaubt, die Schule zu betreten. Deswegen hatten fast alle unsere Schüler letztes Schuljahr faktisch nur 3 Monate Unterricht. Da es keine Möglichkeit von Homeschooling in Ambohitsara gibt und  die Kinder zu Hause in Hütten leben, meist ohne Strom, können sie von daheim aus nicht lernen.  Es wohnen auch oft ca. 10 Leute in einem Raum, so dass an Lernen nicht zu denken ist. Auch sind die Eltern meist sowieso Analphabeten und können auch nicht helfen.

 

Aber trotz des eingeschränkten Schulbetriebs 2020 hatte die Grundschule bei der Abschlussprüfung eine Erfolgsquote von 100 Prozent. Kein Kind ist durchgefallen –  auch nicht aus  der  ASAMA Klasse.  ASAMA sind die wieder eingegliederten Schulabbrecher oder sehr spät eingeschulte Kinder, die Klasse 1 bis 6 im Schnellverfahren innerhalb eines Schuljahres absolvieren. Diese Kinder hatten früher oft Probleme, besonders mit den Fremdsprachen, was ja auch verständlich ist. Auch die Realschule hatte  89 Prozent Erfolgsquote. Und bei den Abiturienten haben auch alle bestanden – 100 Prozent Erfolg! Was für ein Grund zu feiern! Gott ist treu, er hat uns nicht im Stich gelassen.

Um die Schüler nicht zu „betrügen“ durften einzig die Schüler der 6. Klasse und der 10. Klasse vorrücken. Das wurde so beschlossen, weil es keinen Sinn macht, die Kinder trotz der riesigen Lücken vorrücken zu lassen. Bei den Abschlussprüfungen (die sind zentral vom Staat vorgegeben) kommt sowieso die „Stunde der Wahrheit“.

Und dies hat jetzt Folgen für das Missionszentrum: es kommt zu einer Überfüllung der meisten Klassen. Mit den Räumlichkeiten kommen  wir inzwischen – wegen  der Renovierungsmaßnahmen – relativ  gut klar. Die Kinder sind so glücklich, dass sie jetzt, auch wenn es regnet, unter den Veranden in der Pause spielen können. Noch einmal ein dickes Dankeschön an die Kinderstiftung, die dies ermöglicht hat.

Unser Problem sind momentan die Bänke. Vor allem in der Vorschule und 1. Klasse müssen viele Kinder auf dem Boden sitzen. Manchmal sitzen 4 Kinder auf 1 Bank für ursprünglich 2 Personen.

Einige Klassen sind „normal belegt“, aber  es gibt auch 2 halb leere Klassen.

 

Unsere Leute kommen nicht mehr nach mit dem Bänke produzieren. Seit August 2020 sind sie schon zu Gange. Dazukaufen wäre eine Möglichkeit, aber einfach so kaufen kann man die nicht auf dem Land. Man kann sie zwar beim Tischler in Port-Berger bestellen, aber der macht sie wenn er eben mal Zeit hat.

So mussten eben die Mitarbeiter vom Ackerbau-Team, vom Alphabetisierungs -Team und alle sonstigen verfügbaren Mitarbeiter ran. Sie wussten aber auch nicht, wie man Bänke „am Fließband“ produziert. Anatole, unser Missionsdirektor, war gerade vor Ort, hat das gesehen und hat es ihnen gezeigt.

Zuerst Arbeitstische bauen.

Dann macht jeder nicht 1 Bank, sondern immer nur 1 Bank Teil, das er danach an den nächsten weiterreicht.

 

Einige andere reparieren die kaputten Schulbänke, wenn das noch möglich ist.

Am Ende werden sie dann mit dem Sadko direkt zur Schule transportiert. Inzwischen haben wir schon ziemlich viele – aber die reichen immer noch nicht. Es gehen aber auch ständig welche kaputt, weil sie eben intensiv genutzt werden.

 

Was wir brauchen würden, wäre eine Werkstatt, in der wir, auch wenn es regnet, arbeiten können. Bisher machen unsere Leute das draußen, unter dem Mangobaum, im Basiscamp. Wenn es regnet, müssen sie natürlich (auch wegen der elektrischen Geräte) aufhören. Wir haben auch schon einen sehr starken Stromgenerator, mit dem man wirklich auch viele Geräte gleichzeitig betreiben kann. Momentan wird er ausschließlich vom Labor benutzt.

Es fehlt uns eben noch ein passendes Gebäude und mehr/bessere elektrische Werkzeuge.

In so einer Werkstatt könnten auch Schüler, die kein Abitur machen wollen, etwas lernen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine Schulbank bauen kostet ca. 25 Euro. Eine Schulbank kaufen wäre wesentlich teurer.

Deswegen ist es ein Gebetsanliegen, dass wir jemanden/eine Firma finden, der so eine Werkstatt  sponsoren könnte. Mit Gebäude und Geräte würde das ca. 30.000 Euro kosten.

Wer eine gute Idee hat, der kann sich gerne bei uns melden.

Vielen Dank an Euch alle, die immer so treu hinter uns stehen, im Gebet, mit eurer finanziellen Unterstützung und Eurer Ermutigung. Dass Ihr an die Leute aus Ambohitsara und Umgebung denkt. Simple Krankheiten oder auch mal trockenes Wetter waren  für sie früher schon Schicksalsschläge, denen sie ziemlich hilflos ausgeliefert waren.

Jetzt ist Fastenzeit. Gott sagt in seinem Wort: das Fasten, das mir gefällt, ist, mit den Hilflosen sein Brot zu teilen. Und das tut Ihr. Gott vergelte Euch das, was Ihr da macht, über alle Maßen.

 

Die Kinder von Ambohitsara und Umgebung sagen: Misaotra betsaka – vielen Dank!

 

Spenden per Banküberweisung

Empfänger: HOPE e.V. Madagaskar
IBAN: DE36622515500220012366
Bank: Sparkasse Hohenlohekreis  (Deutschland)
BIC: SOLADES1KUN
Verwendungszweck: Madagaskar  (+ ggf. Teilprojekt, z.B. „SADKO“)
+ Ihre Anschrift  (für Ihre jährliche Spendenbescheinigung)

Vielen Dank für alle Gaben. 

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