SADKO und Buschkrankenhaus

Sadko und Buschkrankenhaus

Der Sadko war im September ca. 3 Wochen in der Hauptstadt, um gewartet und überholt zu werden. Das muss ca. alle 6 Monate gemacht werden, da er „über die Maßen“ beansprucht wird. Bei der Gelegenheit hat das Team auch die beiden Einachs-Schlepper mitgebracht, die in Tana repariert wurden.

(zum Vergrößern der Bilder bitte auf dem Bild doppelklicken)

Kein Auto der Welt übersteht solche Wege, wie im Bongalava-Gebirge, dauerhaft unbeschadet. Nach einem halben Jahr muss sehr viel erneuert werden. Unsere Leute, die mit nach Tana gefahren sind,  haben die Zeit dort aber gut genutzt. Sie haben Baumaterialien gekauft, für die Renovierung der Schulgebäude (s. Blogeintrag unten), die man in Port-Berger nicht bekommt.

Schule – es wird gebaut

Außerdem mussten sie noch Ölfilter u.ä. für den großen Stromgenerator des Labors einkaufen. Letzte Woche sind Dr. Roseline und Co. wieder zurück nach Ambohitsara gefahren – an Bord waren die reparierten Einachsschlepper plus die Einkäufe. Sie mussten sogar noch Laster organisieren, um u.a. Holz zu transportieren, das man aus Umweltschutzgründen in Ambohitsara im Wald nicht holen (eigentlich ja kaufen) darf.

 

Dieses Mal hat uns die Überholung 3000 Euro gekostet. Das hört sich viel an, aber was ist das schon, im Vergleich zu den vielen Rettungsaktionen, zu den vielen Leben, die gerettet wurden und werden. Manchmal sind es 3 pro Woche. Hier ein Kurzbericht von Dr. Roseline:

Tagebuch Krankenstation

7. August 2020

Der SADKO ist wieder unterwegs. Ein 21-jähriger Junge aus Andranomena mit schwerer Malaria muss zu dem großen Krankenhaus in Antsohihy gebracht werden. Genau wie damals Christina, braucht er eine Bluttransfusion, weil er an einer schweren Anämie leidet (s. Blogeintrag unten).

Wir feiern das Leben

Auf dem Rückweg haben sie 2 junge Männer in der Gegend von Anahidrano (ca. 10 km von Antsohihy) gefunden, die einen Motorradunfall hatten. Der erste hatte eine schwere Verletzung am Bein. Der zweite hatte eine Schädelprellung. Beide waren ansprechbar, aber betrunken. Das war wohl auch die Unfallursache. Das Motorrad war beschädigt, aber nicht „zerstört“ wie Dr. Roseline sich ausgedrückt hat.

Immer noch 7. August

Als die 2 Unfallopfer nach Antsohihy gebracht wurden, hat das Team gleich noch mal nach dem 21-jährigen Jungen mit der Malaria geschaut.

Gott sei Dank ist alles gut ausgegangen – auf dem Ultraschall, der gemacht wurde, sind keine schweren Schäden feststellbar.

13. August – nachts

Eine Familie aus Marovantaza (ca. 2 Std. zu Fuß von Ambohitsara) kam mit ihren Kindern zum Buschkrankenhaus . Es wurden gleich alle auf Malaria getestet und 3 von ihnen waren positiv. Sie waren sehr glücklich über das 1-Euro-Projekt (eine Art Krankenversicherung für Kleinkinder), so dass sie insgesamt nur ganz wenig zu bezahlen hatten.

Certa und Yesline, 2 kleine Mädchen, wurden auch mit einer bösartigen Malaria und starker Anämie, ins Buschkrankenhaus eingeliefert. Zum Glück hatten sie keine Krampfanfälle. Es geht ihnen inzwischen wieder gut und sie sind stabil

14. August

Es kommen noch viele andere Leute mit Malaria ins Krankenhaus. Sie werden behandelt und teilweise müssen sie auch stationär bleiben.

So geht es eigentlich immer in letzter Zeit. Immer wieder müssen Leute zur nächsten OP-Möglichkeit bzw. zum nächsten Krankenhaus, in dem Bluttransfusionen möglich sind, evakuiert werden.

Deswegen ist der SADKO nicht nur ein Transportmittel, oder ein „Kostenfaktor“. Nein, wenn der SADKO irgendwo auftaucht, wo Menschen in Not sind, dann ist das für sie ein Hoffnungszeichen. Ein Zeichen, dass ihnen jetzt – manchmal ziemlich unverhofft – geholfen wird.

Auch die Entfernungen „schrumpfen“ mit dem SADKO. Es ist schon ein Unterschied, ob man mit der Ochsenkarre 8 Stunden, oder mit dem SADKO 2,5 Stunden unterwegs ist. Mit dem Auto ist Ambohitsara eben nicht mehr „außerhalb der Zivilisation“.

Vielen Dank für Eure großzügige Unterstützung und für alle Gebete. Ohne Euch wäre das alles nicht möglich – weder der Kauf des SADKO damals, noch der Unterhalt jetzt.

Diese 3000 Euro für die Reparatur haben natürlich wieder ein Loch in unser Budget gerissen. Wir sind froh und dankbar für jede Hilfe.

Celta, Yesline, ihre Familien und alle Menschen des Bongolava-Gebirges sagen:

Misaotra Betsaka – Vielen Dank.

Jeder Euro kommt an – Spenden werden gerne unter unserer Bankverbindung angenommen.

Vielen Dank für alle Gaben und Gebete!

Spenden per Banküberweisung

Empfänger: HOPE e.V. Madagaskar
IBAN: DE36622515500220012366
Bank: Sparkasse Hohenlohekreis  (Deutschland)
BIC: SOLADES1KUN
Verwendungszweck: Madagaskar
+ Ihre Anschrift  (für Ihre jährliche Spendenbescheinigung)
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