Hope-Schule Ambohitsara – eine Erfolgsstory

Rückblick Schule

Dank Eurer Hilfe und Euren Spenden wurde 2008 ein Transformationsprozess für Ambohitsara und die ganze Gegend angestoßen und dieser gewinnt zunehmend an Fahrt. Unser Schul-Projekt hat große Fortschritte gemacht:                                                                   

Exzellente Abschlussprüfungs-Ergebnisse

In Madagaskar werden in jeder Schulform national einheitliche Abschlussprüfungen abgehalten. Erst nach bestandener Prüfung dürfen die Kinder in die nächsthöhere Schulform wechseln. Unsere Hope-Schule hat im landesweiten Vergleich sehr gut abgeschnitten. Die Grundschule in Ambohitsara zählt mit einer 92 prozentigen Erfolgsquote zu einer der besten Schulen in ganz Madagaskar!

Nachhilfe-Unterricht

Viele Kinder können zu Hause aus verschiedenen Gründen nicht lernen: Ganztags-Unterricht und langer Schulweg von ca. 2 Std. (zu Fuß), Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr, kein elektrisches Licht in den Hütten, Hausarbeit, die noch erledigt werden muss….Deswegen bieten wir alle 3 Monate ein einwöchiges „Lerncamp“ an. Dort können alle schulischen Lücken geschlossen werden.

ASAMA – Hoffnung für Schulabbrecher

ASAMA-Klasse

Auch Schulabbrecher können durch das ASAMA-Projekt wieder in die Regelschule eingegliedert werden.

 

 

 

 

 

Vielfältige Angebote in der Hope-Schule

Durch die Qualität unserer Schule ziehen sogar Menschen aus den umliegenden Städten nach Ambohitsara, das immerhin 8 Std. Fußmarsch von der Zivilisation entfernt liegt.

Hier einige Impressionen unserer Schule:

 Einige Erfolgs-Stories unserer Schüler, die ca. 2009 an unsere Schule kamen….

Perlin, Francis und Mariol

Francis und Perlin waren einige der ersten Gymnasiasten an der Hope-Schule. Da sie das Schuljahr 2014 mit Auszeichnung bestanden hatten, durften sie damals  mit den Kurzzeilern zusammen in die Hauptstadt zum „Sightseeing“. Sie waren wohl die ersten in ihrem Dorf, die jemals in der Hauptstadt waren….

Auch Mariol hatte als Schüler einen ziemlich weiten Schulweg. Er wohnte in Besarandrana, war damals 17 und hat noch 5 Geschwister. Hier ist sein Tagesablauf,  Jonas (einer unserer Kurzzeitler) hat ihn  einmal von ihm aufschreiben lassen:

Mariol (Mitte) 2015

Tagesablauf

„Ich stehe um 3 Uhr morgens auf um zu lernen und um 5 Uhr koche ich Reis (=Frühstück für die Familie). Wenn ich fertig bin und gegessen habe, dusche ich und um 6 Uhr gehe ich los zur Schule (ca. 1 Std. Fußweg). Wir haben 5 Fächer jeden Tag: 3 am Morgen und 2 am Nachmittag. Um 12 Uhr essen wir (in der Schulkantine). Nachmittags geht der Unterricht um 14 Uhr weiter. Um 17 Uhr verlasse ich die Schule, um in unser Dorf zurückzugehen. Um 18 Uhr komme ich dann zu Hause an. Um 19 Uhr gibt es Abendessen und ab 20 Uhr mache ich meine Hausaufgaben und lerne bis ca. 22 Uhr. Unser Dorf ist weit weg von Ambohitsara, deswegen dauert mein Schulweg (zu Fuß) 1 Stunde. “

Jetzt sind sie alle drei Lehrer an der Hope-Schule (in Madagaskar ist das nach dem Abitur erlaubt) und haben eine gesicherte Zukunft. Perlin ist Lehrer an der 4. Klasse und hat 59 (!) Schüler. Francis unterrichtet in der 6. Klasse und Mariol ist Geschichts- und Geographie-Lehrer.

Pilavi ist einer unserer Preisträger. Er hat die Grundschule (6. Klasse) beendet und seine Prüfung mit Auszeichnung bestanden. Deswegen hat er ein Preisgeld bekommen, das wir sehr guten Schülern und Schülerinnen jedes Jahr geben. Wir wollen dadurch die Eltern motivieren, ihre Kinder nicht aus der Schule zu nehmen, um sie aufs Feld als Rinderhirten zu schicken oder (die Mädchen) zu verheiraten. Pilavi besucht dieses Schuljahr das College.

Sonstiges: Wir sind sehr glücklich über den Neubau eines Multifunktions-Gebäudes. Da die Schulkantine in der Verantwortung der Eltern liegt und leider einsturzgefährdet ist, essen die Kinder jetzt in dem neuen Gebäude.

Ausblick auf 2018

Da unsere Schulgebäude in einheimischer Bauweise gebaut wurden, halten sie maximal 5 Jahre. Jetzt, nach ca. 7 Jahren müssten sie dringend repariert oder neu gebaut werden…

Wegen des guten Rufs der Schule ziehen auch mehr und mehr Menschen nach Ambohitsara. Deswegen sind unsere Klassen überbelegt – wir müssten dringend Parallelklassen einrichten. Trotz alle Mühe gehen unsere Schüler mit Begeisterung zur Schule und sind dankbar, dass sie eine gute Ausbildung bekommen.

Vielen herzlichen Dank für alle Eure Mithilfe und Euer Engagement in unserem Projekt! Ihr seid toll!

Unsere Kinder sagen:

Misaotra betsaka und veloma mandrapihaona

Vielen Dank und auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal!

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