Frohes Neues Jahr 2020 und Neues aus Ambohitsara

Hope Projekte Madagaskar wünscht Euch allen noch ein frohes neues Jahr 2020! Gott segne Euch für alles, was ihr in unsere Projekte investiert habt, sei es Gebete, Zeit, Geld, Mühe…

Das alte Jahr ging mit sehr berührenden Bildern zu Ende und das Neue fing wiederum sehr „interessant“ an…

Fast zeitgleich mit der Weihnachtsfeier in Analakonjy (s. letzer Blogeintrag) gab es hier in Ambohitsara auch eine Feier. Und zwar wurden die Zeugnisse der Lesesklasse für Erwachsene im Rahmen einer Feier verteilt.

(zum Vergrößern der Bilder bitte auf dem Bild doppelklicken)

Es gab einen Gottesdienst, die Schüler mussten öffentlich vorlesen, sowie  ihr Können im Rechnen beweisen.  Sie bekamen auch ein Lesebuch (die Bibel) übergeben, das sie dann mit nach Hause nehmen durften. Es wurde denen, die bestanden hatten, auch ein Zeugnis überreicht.

Die Älteren waren sehr stolz darauf, dass sie jetzt die Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen erworben hatten. Anschließend wurden alle dann noch zum Essen eingeladen.

Ein sehr alter Mann ist mir besonders ins Auge gestochen. Später habe ich erfahren, dass er aus Tsaratanimbary kommt, einem Ort, der ca. 30 km von Ambohitsara entfernt liegt. Die Sache ist ihm so wichtig gewesen, dass er zu Fuß hergelaufen ist. Da er diesen großen Wanderstab in der Hand hatte, hat er die Strecke nicht an einem Tag geschafft, sondern war ca. 2 oder sogar 3 Tage unterwegs. Wer macht so war denn bei uns?

die 5 Schüler

Leider waren viele Leute aus Analakonjy nicht zur Feier gekommen. Unsere Leseklasse ist für alle Menschen, egal ob sie Christen sind oder nicht, ob sie etwas mit dem christlichen Glauben zu tun haben wollen, oder nicht. Es werden alle unterrichtet. Die Leute aus Analakonjy wollten mit dem Christentum nichts zu tun haben. Und da ja auch bei der Feier gebetet wird, haben von den 20 erwarteten Personen nur insgesamt 5  teilgenommen.

Es gab auch die Neujahrsfeier, wie jedes Jahr. Mit Neujahrsgottesdienst und Essen. Diesmal fand ich es sehr auffällig, dass anscheinend jetzt sogar die alten Männer aus dem Dorf zur Kirche kommen. Das ist ein großes Zeichen von Akzeptanz in dieser Kultur. Weil, wenn die Alten kommen, dann dürfen auch alle anderen kommen….

Viele Freunde haben sich wieder getroffen: Lezara (2.Bild) und Ruffine waren da. Lebond, der von sich selbst sagte, dass er seine Zeit verschwendet hat, bevor er sein Leben Jesus übergeben hat. Alle Christen aus Ambohitsara, die Mitarbeiter. Auch Pastor Clement, aus Fianarantsoa…..

Es ist sehr schön, unsere Glaubens-Geschwister so zu sehen.

Vielen Dank noch einmal an Euch alle, die uns unterstützt haben. Wir hier im Westen leben eigentlich so, wie nur Könige und Fürsten früher gelebt haben.  90 Prozent der Weltbevölkerung lebt nicht so. Ihr Alltag ist gezeichnet von Hitze oder Kälte, Staub, Schmutz, fehlenden sanitären Einrichtungen, Mangel an allem. Sogar an Essen. Purer Luxus wäre für sie, was für uns normal ist: Morgens aufstehen und ein sauberes Zuhause ohne Staub zu haben. Einen Wasserhahn im Haus, aus dem auch Wasser rauskommt. Ein Knopfdruck und man hat Licht. Elektrische Herdplatten. Kaffee machen können, auch per Knopfdruck und nicht vorher erst Holz sammeln für das Feuer. Eine Wasser-Toilette im Zuhause und kein Plumpsklo draußen….. Und noch vieles vieles mehr. Was haben wir gemacht um all das genießen zu können? Nichts. Es ist eine Gabe Gottes, dass wir hier in unseren Breitengrad hineingeboren wurden.

Aber es macht mich so stolz, dass Ihr nicht alles,  was Ihr von Gott bekommen habt, für euch selber behaltet. Sei es Gebet, Geld, Zeit, Kraft…. Sondern dass Ihr Euch entschieden habt, zu teilen und dass Ihr es liebt, zu teilen….

 

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1 Antwort zu Frohes Neues Jahr 2020 und Neues aus Ambohitsara

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