Erfolgsgeschichte – unsere Schüler

Die Kinder von Ambohitsara – eine Erfolgsgeschichte

Reihe 1: Angela 7 Jahre  aus Bepako 5 km Schulweg – Fazela 7 J. aus Taramandroso 4 km Schulweg – Valerien 7 J. aus Bepako – Samarina 8 J. aus Ankotokomby 7 km Schulweg- Valerine 8 J. aus Bepako

Reihe 2: Rozy 10 Jahre aus Antanakova 7 km Schulweg – Ferdiot 7 J aus Ambodimokonazy 6 km Schulweg – Jeanne Olivia 10 J. aus Besarandrana 5 km Schulweg – Elia 9 J. aus Tsimijaly 7 km Schulweg – Carolline 9 J. aus Marovantaza 7 km Schulweg – Jazaka 7 J. aus Tsaramandroso 3 km Schulweg

Reihe 3: Zalia 7 Jahre aus Ankadirano 8 km Schulweg – Julicot 8 J. aus Ankadirano – Jean Fildin 7 J. aus Andranomena – 5 km Schulweg – Justa 9 J. aus Besarandrana – Antoniot 7 J. aus Ankadirano – Tsiarava 9 J. aus Ambalamahogo

Alle diese Kinder haben eines gemeinsam: sie sind 7 bis 10 Jahre alt, haben einen langen Schulweg (die km-Angaben sind 1 Weg!) und gehen in die Vorschulklasse, zusammen mit 3 und 4-jährigen! Warum?

Weil sie noch nie vorher eine Schule von innen gesehen haben. Sie kommen nicht aus Ambohitsara selber, sondern aus den umliegenden Dörfern. Deswegen sahen  ihre Eltern die Notwendigkeit nicht, ihre Kinder nach Ambohitsara in ein durchgängiges Schulsystem (Vorschule bis Abiturklasse) zu schicken. Dies hat sich mittlerweile geändert, aber: Die Kinder können teilweise mit 10 Jahren  weder lesen noch schreiben oder rechnen. Deswegen sind sie in der Vorklasse der Missionsschule in Ambohitsara.

Das gleiche gilt für die erste Klasse – wir haben da 10 und sogar 12-jährige, die fast schon junge Männer und Frauen sind (s.u.)….

Menschlich gesprochen hätten diese Kinder keine Chance, in der Schule weiterzukommen. Gingen sie in eine normale Dorfschule, würden sie vielleicht 3 Jahre zur Schule gehen und dann (die Mädchen) mit 12 oder 13 verheiratet werden und früh selber Kinder bekommen. Entbindungen mit 13 sind in unserer  Krankenstation „Alltagsgeschäft“. Die Jungs würden Rinderhirten oder eben Reisbauern mit geringen Schreib- und Lesekenntnissen werden. Oder sie würden überhaupt nicht zur Schule gehen und dann mit dem entsprechenden Alter die jeweilige „Laufbahn“ ergreifen.

Aber – unsere einheimischen Mitarbeiter von Hope-Projekte (und wir natürlich auch) sagen: „Wir glauben an Euch. Ihr schafft das. Versucht es trotzdem. Mit Gottes Hilfe (auch wenn sie noch nicht an ihn glauben) kriegt ihr das hin. Wir helfen euch“.

Die Kinder auf der Collage gehen 1 Jahr in die Vorschule. Dann 1 Jahr in die 1.Klasse.  Da lernen sie erst einmal die „Basics“. Danach könnten sie das ASAMA Programm mitmachen, ein spezielles Förderprogramm, in dem sie in einem Jahr alles „verpasste“ nachholen und den nationalen Grundschulabschluss machen. Anschließend kommen sie  in die 7. Klasse und können dann weiter die Schule besuchen – bis zum Abitur.

Ich sehe mir oft die Gesichter der Kinder auf den Bildern an. Sie haben quasi „nichts“ für unsere Verhältnisse. Kein Kinderzimmer, kein Bett, nicht einmal eine eigene Decke, kein elektrisches Licht, wenn sie abends noch lernen wollen, kein Handy…. Trotzdem sehen sie so glücklich aus. Sie haben wenig, aber sie dürfen zur Schule gehen. Sie haben Hoffnung und Perspektive.

Angela, 7 Jahre, hat schon das Glück, einen Paten zu haben.

Jetzt ist gerade Fastenzeit. Man verzichtet freiwillig auf etwas (Süßigkeiten, Fleisch, Alkohol…). Mit dem gesparten Geld könnte man eines dieser Kinder fördern. Werden Sie doch Pate unserer Schule. 80 dieser Kinder werden schon gefördert, es bleiben noch ca. 420 übrig. Mit 22 Euro pro Monat kann schon 1 Kind zur Schule gehen. Man kann sich auch zusammentun und sich ein Kind „teilen“. 11 Euro im Monat – das ist einmal weniger ins Kino gehen….

 

 

 

 

Gerade in Afrika gilt: Mit WENIG (durch unsere europäischen Kaufkraft) erreicht man an der richtigen Stelle VIEL…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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1 Antwort zu Erfolgsgeschichte – unsere Schüler

  1. Carina Ra sagt:

    Hallo !
    Kann man bei Ihnen auch Praktika machen? Ich studiere derzeit Kindheitspädagogik und suche für ein 4- wöchiges Praktikum im nächste Jahr ein schönes Projekt undbin total begeistert von Ihrer Arbeit !
    Ich würde mich freuen, wenn sie mir eine Rückmeldung geben könnten.

    Liebe Grüße

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