Die Krankenstation wird „erwachsen“

Die Krankenstation wird „erwachsen“

Wir freuen uns sehr, Euch allen mitteilen zu können, dass unsere Krankenstation enorme Fortschritte macht.

So war es früher:

Ambohitsara war ein fast „verlassenes Dorf“. Schon 2015 kann man aber sehen, dass viele Menschen wieder zurückgekommen bzw. neu zugezogen sind. Und das liegt u.a. auch an der gut funktionierenden Krankenstation: Alle „größeren“ Gebäude auf dem Satellitenbild sind entweder Schulgebäude, Mitarbeiterwohnungen oder Gebäude der Krankenstation.

 

Als die Krankenstation noch „ein Kind“ war – bildlich gesprochen – gab es nur 1 Gebäude mit 3 Zimmern plus Veranda. Darin waren enthalten: Mitarbeiterwohnung, Wartezimmer, Entbindungsraum, Untersuchungszimmer, Behandlungsraum, Besprechungszimmer, Krankenzimmer bei stationärem Aufenthalt, Apotheke….

Wir mussten mit extrem wenig Platz auskommen. Es gab 2 Betten für die Patienten, die wir dabehalten mussten. Die Betten, die wir hatten, waren ganz einfache Holzbetten.

 

Manche Patienten haben in „Stoßzeiten“ kein Bett mehr „ergattern“ können und mussten auf dem Boden liegen.

 

Bei schweren Erkrankungen, die z.B. einen chirurgischen Eingriff nötig machten, mussten unsere Patienten per Ochsenkarre in die nächste Stadt verlegt werden. Durch die Reisezeit von 8 Std. oder mehr und das „Gerüttel“ sind viele unterwegs gestorben.

So sieht Ambohitsara jetzt aus:

Inzwischen haben wir eine neue, erweiterte Krankenstation, die außerhalb des Basiscamps liegt. Ihr Name ist

Centre-Medical-Privé Christina Deschler

So sieht sie aus –  Inzwischen haben wir 9 Gebäude (anstatt 1) mit jeweils 3 Zimmern.

Panoramabild der Krankenstation

Die Behandlungsräume sind jetzt nicht mehr gleichzeitig auch für die stationäre Aufnahme von Patienten gedacht.

Es gibt sogar „richtige“ Krankenhausbetten mit Infusionsständer und Nachtkästchen – gespendet vom Rot-Kreuz-Krankenhaus München. Kein Patient muss mehr am Boden liegen.

Evakuierungen können wir mit dem neuen Sadko-Geländefahrzeug durchführen. In die nächste Stadt sind es jetzt nur noch 2 Std. Fahrzeit. Bis jetzt ist uns kein Patient mehr auf dem Weg gestorben – auch bei ernsten Angelegenheiten.

Außerdem  konnte ein Kind mit einem Helikopter – dank unserer Zusammenarbeit mit Heli-Mission –  evakuiert werden.

Sogar staatliche Stellen übertragen uns Verantwortung im Bereich Impfungen, Hygieneaufklärung und Familienplanung für unsere Kommune und die 3 angrenzenden. Da wir die einzige Stelle in der Gegend sind, die in ihrer Krankenstation einen Kühlschrank hat, werden alle  Impfstoffe bei uns gelagert.

 

Ja, unsere Krankenstation „wird erwachsen“.

Durch eine große Sonderspende von einem Unternehmer in Deutschland ist jetzt sogar ein Labor Gebäude – das erste Gebäude in fester Bauweise, aus Stein – im Bau befindlich. Dies ist wirklich bitter nötig, da unser tolles medizinisches Team bisher ihre Diagnose nach dem  Ausschlussverfahren, ohne jegliche Labor-Analyse, stellen musste. In Deutschland wäre so etwas mittlerweile undenkbar.

Das Labor entsteht in der Mitte, zwischen den Gebäuden der bereits vorhandenen Krankenstation (s. Panoramabild).

So soll es einmal von innen aussehen:

Beispielbild

 

 

 

 

 

 

 

Dank Eurer tatkräftigen Unterstützung haben wir jetzt diesen Stand erreicht! Das ist ein großer Beitrag zur starken Reduzierung der Mütter- und Kleinkindersterblichkeit in der ganzen Gegend. Wir hoffen dass dadurch ein Geburtstag kein „Angst-Tag“ mehr für die Familie ist, sondern ein Freudentag.

Für den Bau des Labor Gebäudes werden 59.000 Euro benötigt. Das sind 9000 Euro mehr als geplant (Wechselkursschwankungen, Inflation).

Damit wir nicht auf einige Gerätschaften verzichten müssen, um den Fehlbetrag aufzufangen, brauchen wir weiterhin Eure Unterstützung, bei dieser „Hilfe die ankommt“.

Ruffin nach der erfolgreichen OP

 

 

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2 Antworten zu Die Krankenstation wird „erwachsen“

  1. Anne Lierath sagt:

    Hallo,
    welch wunderschöne Entwicklung.
    Ich staune, was bei Gott ( und den Menschen ) möglich ist.
    Danke für den Bericht . Und das Foto von Ruffin – wie gut er sich entwickelt hat.
    Ich freue mich immer von euch zu hören. Recht herzlichen Dank.
    Ich wünsche allen Gottes Liebe, Gnade und Umpfangensein.
    Möge der Herr euch schützen, stärken und motivieren.
    Eine ganz schöne Adventszeit- trotz allen vielen Aufgaben.
    Der Herr schenke Hoffnung und Zuversicht.
    Liebe Grüße
    Anne
    aus Goslar

  2. AnnelieseG. sagt:

    Dass Gott Wunder tut sieht man ganz klar bei dem Baby Ruffin. Wenn man die beiden Bilder vor und nach der OP vergleicht…Wow. Danke Gott, für soviel Wertschätzung und Liebe!

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