4. Advent – die Gemeinde Jesu im Bongolava-Gebirge

4. Advent – es wird hell…

Als wir 2008/2009 nach Ambohitsara kamen, gab es da 0,00 Christen. Inzwischen folgen über 200 Menschen Jesus Christus nach.

Ich hatte 2018 über einen Ex-Banditen geschrieben, der Christ geworden ist. Er wohnte in Besarandrana, einem Dorf, einige km von Ambohitsara entfernt: s. unten

Ex-Bandit wurde Christ

Damals hat sich fast seine ganze Sippe bekehrt und er hat sein Haus der Gemeinde zur Verfügung gestellt, als Kirche.

Jetzt, 2020 gibt es dort immer noch eine lebendige Hausgemeinde. Sie wächst weiter. Sie treffen sich nicht mehr in dem Haus von M. Gaston, sondern bei Clothilde, der Gemeindeleiterin. Sie ist früher bei Hope-Projekte Madagaskar in die Missionsschule gegangen und dort zum Glauben gekommen.

Auch die anderen Christen, die sich damals 2017/18 bekehrt haben, sieht man jetzt auf den Fotos wieder.

Hier noch 3 Fotos von 2017/18 in Besarandrana. Die gleichen Personen sieht man auch auf dem Foto der Hausgemeinde oben.

In Ampitilimaiky ist durch unsere Alpha-Arbeit auch eine Gemeinde gegründet worden.

Nach dem Alpha-Kurs wird i.d.R. bei Interesse  eine Evangelisation gestartet. In diesem Fall wurde, nach der entsprechenden Jüngerschaftsschule, die kleine Gemeinde einem lokalen Gemeindeleiter (das heißt dort Katechist) übergeben. Der war der damalige Dorflehrer.  Die Christen haben über den Dorflehrer (er war ein angesehener Mann) von der Dorfgemeinschaft Land bekommen und  dort ein Gemeindehaus gebaut. Später wurde der Lehrer  leider versetzt und das Gelände mitsamt dem Haus  musste zurückgegeben werden. Es wurde in eine Bar (!) umgewandelt. Wie bitter für die Gemeinde. Ein junger Mann aus Ampitilimaiky hat dann die Gemeindeleitung  übernommen.

Zuerst haben sie sich noch im Schulgebäude getroffen, bis sie auch da „rausgeworfen“ wurden. Danach haben sie Gottesdienst im Freien gefeiert, mit einer Plane zum Schutz gegen Sonne und Regen. Letzte Woche haben wir Fotos von Anatole bekommen, mit der Info, dass die Gemeinde jetzt ein (Lehm) Haus baut. Sie feiern ihren Gottesdienst in diesem halbfertigen Gebäude – die Plane kommt immer noch oben drauf, als Sonnenschutz/Regenschutz, bis sie es fertig bauen können.

Diese Frau unten war schwer krank. Sie ist von Schamane zu Schamane gelaufen – erfolglos. Auch bei den Krankenstationen war sie – und wurde nicht gesund. Dann hat sie durch das Alpha-Programm von Jesus gehört und hat ihm ihr Leben übergeben. Die Christen haben für sie gebetet und sie wurde gesund. Seitdem folgt sie Jesus, hat lesen gelernt und eine Bibel bekommen.

Durch die Schülermission sind sehr viele Kinder und Jugendliche zum Glauben gekommen. Hier nur einige, die ich z.T. kenne.

Einige  haben erzählt, dass sie durch die Jugendarbeit (sie nennen das dort „Club“) zum Glauben gekommen sind. Einer hat gesagt, dass seine Eltern ihn immer nur im Ahnenkult unterwiesen haben und er gar nicht wusste, dass es noch etwas anderes gibt.

Normalerweise sind die Clubs nur für die Schüler des College und des Gymnasiums. Aber diesmal wurden „aus Versehen“ auch die Grundschüler mit eingeladen – die auch zahlreich erschienen sind. Und sie dürfen auch bleiben. Mal sehen, was daraus entsteht. Hier in diesem Video kann man sehen, dass sie sich sehr freuen:

https://youtu.be/-p8b_Jn4zfc

Das alles sind „Lichter“,  die im Bongolava-Gebirge scheinen. Die Menschen dort sind wirklich bitterarm. Sie müssen immer zusehen, dass sie das nötige Essen für den nächsten Tag „heranschaffen“ können. Sie sind viel zu dünn – unterernährt. Sie altern schnell. Das erste Bild von der Gemeindeleiterin Clothilde wurde 2018 bei einem Kurzzeiteinsatz geschossen. 2 Jahre später ist sie schon sichtlich gealtert. Das Leben dort ist hart. Und als Christ noch härter. Und trotzdem – unsere Geschwister geben nicht auf. Sie sind so glücklich, dass sie jetzt zu Jesus gehören und ewiges Leben haben. Im Himmel werden wir sie alle einmal treffen und ihre Geschichten hören. Wir werden vermutlich Jahrtausende nur damit verbringen, einander unsere Geschichten zu erzählen…

Wenn im Bongolava-Gebirge ein Mensch stirbt (der kein Christ war), dann wird eine große Feier veranstaltet.  Rinder werden geschlachtet und gegessen, meist wird viel Alkohol getrunken und okkulte Zeremonien werden durchgeführt, weil der Tote  jetzt bei den Ahnen aufgenommen wurde und Teil der „Ahnengemeinschaft“ ist.

Die Christen können z.B. bei so einer Feier nicht mehr dabei sein und wollen es auch nicht. Für sie ist wichtig, „dass ihre Namen im Himmel, im Lebensbuch des Lammes“ eingetragen wurden. Und dass sie, wenn sie sterben, zu der „Wolke der Zeugen Christi“ (Hebräer 12, V. 1) hinzugefügt werden und bei Christus sind.

Die Christen aus Ambohitsara und Umgebung sind sehr glücklich, dass Ihr an sie denkt, für sie betet und sie nicht vergesst. Sie danken Euch allen, für Eure Unterstützung und tragen mir Grüße an Euch auf, wenn ich vor Ort bin. Ohne das Alphabetisierungsprogramm, das Ihr über Hope-Projekte-Madagaskar unterstützt, hätten sie vielleicht nie von Jesus gehört. Dieses Lese-Schreib-Programm stellt den „Erstkontakt“ (wenn die betreffenden Menschen das wollen) zum Glauben her, es ist quasi eine Art „Tür“.

Und hier geht es um mehr, als nur um ein „besseres Leben“ zu haben. Es geht um die Ewigkeit, um ewiges Leben. Jesus ist auf dem Bongolava-Gebirge angekommen. „Immanuel“ Gott mit uns, können unsere Geschwister dort jetzt auch sagen – es ist Weihnachten in Ambohitsara!

Alle sagen: Misaotro betsaka, vielen Dank!

 

 

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