2. Advent – eine Generation der Hoffnung in Ambohitsara und Umgebung

                                  Hope-Generation 

Generation Hoffnung – so können wir unsere Kinder in Ambohitsara und Umgebung nennen: Die Gegend ist abgelegen, der Anfahrtsweg zum Bongolava-Gebirge ist schwierig. In der Regenzeit kommt man auf normalem Wege oft weder rauf noch runter. Und trotzdem ist dort jetzt quasi ein Zeitalter der Hoffnung angebrochen. Mit dem Evangelium kommt Licht in die Gegend. Durch unser Alpha-Team lernen sogar die ganz Alten noch Lesen und Schreiben. Und: ihr Lesebuch ist die Bibel.

Folgendes sagen Statistiken über Madagaskar:

Altersstruktur. Über 60% der Einwohner Madagaskars sind unter 24 Jahre alt, über 65 Jahre alt werden nur knapp 3% der Madagassen. Damit zeigt Madagaskar die typische Altersstruktur vieler afrikanischer Länder mit nur geringer Entwicklung.

Indem Ihr unsere Schule unterstützt, gebt Ihr unseren Kinder Hoffnung – folgende Entwicklung sehen wir seit 2009:

Früher auf den Fotos haben eher Kinder in Lumpen das Bild geprägt. So sind sie auch zur „Schule“ gegangen. Und so sah’s meistens bei der Schulbildung aus:

  • Dauer: höchstens 3 Jahre
  • Schultage pro Woche: ca. 3
  • Schulabschluss: keiner
  • gelernte Fertigkeiten: notdürftig lesen, schreiben, rechnen
  • Berufsmöglichkeiten: Tagelöhner in den Slums der Großstädte oder traditioneller Bauer im Dorf

Jetzt ist es in Ambohitsara und Umgebung  anders geworden. Die Schulkinder gehen fein angezogen zur Schule bzw. zu den Schulveranstaltungen. Lumpen sieht man nicht mehr. In der Klasse im Alltag kommen die Kinder mit dem Schul-T-Shirt. Sie lächeln und freuen sich, dass sie zur Schule gehen können. Vielen Dank noch mal für Eure bisherige Hilfe und Eure Gebete. Ihr habt Ihnen das ermöglicht!

Viele Schüler finden zu einem lebendigen Glauben an Jesus Christus durch das Evangelium, das in der Schule erzählt wird. Nicht nur das – in allen Lebenslagen sind unsere Mitarbeiter für die Menschen im Bongolava-Gebirge da. Sie feiern mit ihnen, sie lachen und weinen mit ihnen, sie fordern sie auch mal heraus….Hier einige Beispiele:

  • Letzte Woche wurde der offizielle Beginn des neuen Schuljahres gefeiert. Ein Versammlungsort (noch halbfertiges Schulgebäude) wurde vorbereitet. Auch die Eltern der Schüler waren mit eingebunden. Alle Lehrer haben sich kurz vorgestellt und Reden wurden gehalten. Danach konnten die Eltern noch mit den Direktoren/Lehrern reden.
  • Auch dieses Jahr haben wir wieder 3 von unseren Abiturienten bei den Hope-Projekten Madagaskar anstellen können. Besonders hat es mich gefreut, dass auch Alix (s. letzter Blogeintrag) dabei ist. Er ist jetzt einer der Leiter der Schulkantine. Fast alle Mitarbeiter, die Kinder unserer Schule sind, sind bis jetzt geblieben. Die Eltern dieser jungen Leute sind natürlich mega-stolz auf ihre Kinder. Eigentlich ein Großteil „unserer“ Abiturienten arbeiten jetzt im Missionszentrum….
  • Durch die tollen Prüfungsergebnisse in diesem Jahr, wird unsere Schule jetzt „überrannt“. Kindergarten und 1.Klasse sind restlos überfüllt. Einige mussten zurückgewiesen werden, weil die Klassen voll sind. Wir kommen nicht mehr hinterher mit der Schulbänke-Herstellung. Manche Kinder müssen sogar auf dem Boden sitzen.
  • Wenn wir gewollt hätten, dann hätten wir ca. 50 Schüler für die 13. Klasse von außerhalb (Port-Berger)  aufnehmen können. Das tun wir aber nicht, weil sie u.a. so große Wissens-Lücken haben. Deswegen sind nur überwiegend „eigene Schüler“ in der neuen Abiturklasse. Viele Schüler von den umliegenden Dorfschulen kommen auch zu uns, weil die Unterrichtsqualität dort sehr schlecht ist. Ihre Lehrer stehen oft auf dem Standpunkt: „Telopolo andro – fanjava raiky“ – nach 30 Tagen bekomme ich so oder so mein Gehalt, egal was ich gemacht habe“. Für die Kinder ist das natürlich sehr traurig….

  • Hope-Projekte Madagaskar hat die Lehrer an den umliegenden Schulen schon wiederholt eingeladen, an den Fortbildungen am Schuljahres-Anfang mitzumachen. Bis jetzt ohne Erfolg. Unsere Lehrer werden da pädagogisch fortgebildet und auf den neuesten Stand gebracht. Z.B. das A und O bei der Missionsschule ist das Arbeiten nach einem Lehrplan. Klingt banal – aber so ist es. Es hat uns einige Jahre, viele Misserfolge und mehrere Jahre  schlechte Prüfungsergebnisse gekostet, bis wir das durchsetzen konnten. Die Lehrer müssen einen Lehrplan erstellen, der sicherstellt, dass sie den – für das Schuljahr benötigten Stoff – auch „durchkriegen“. Und ihn von den Schuldirektoren absegnen lassen. Hier in Europa ist das selbstverständlich. Dort in Madagaskar auf dem Land wird das als Misstrauen, Nachspionieren, Kontrolle und Druck ausüben, ja sogar als Zumutung“  aufgefasst. Und die meisten Lehrer an den Schulen in der Umgebung weigern sich bis jetzt, nach so einem Lehrplan zu arbeiten. Das Ergebnis ist dann oft, dass nur 20 Prozent oder weniger von ihren Schülern die staatliche Abschlussprüfung bestehen…. Die Betrogenen sind in dem Fall leider die Kinder…

 

Jetzt in der Adventszeit ist die Zeit der Besinnung. Man denkt darüber nach, was Gott einem gegeben hat. Wenn Ihr etwas davon weitergeben wollt, denkt an unsere Schule – Ihr könnt:

  • für uns beten (kostet 0 Euro hat aber Mega-Durchschlagskraft)
  • eine Schulpatenschaft oder Lehrerpatenschaft übernehmen
  • einfach so spenden
  • praktisch hier in Deutschland oder vor Ort mithelfen
  • weitersagen

Bitte helft mit, die Träume der Kinder von Ambohitsara zu verwirklichen. Sie  sagen: Misaotra betsaka – vielen Dank.

 

 

 

 

 

 

 

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